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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Vorerst kein Parkplatz in Wildeshauser Marsch

29.11.2019

Wildeshausen „Diese Vorlage hat die Gemüter erhitzt“, räumte Bürgermeister Jens Kuraschinski gleich zu Beginn der Beratungen ein. Und stellte sogleich klar: Der Impuls kam von der Verwaltung, keinesfalls von den Grundstückseigentümern. Baudezernent Manfred Meyer setzte nach und erklärte, es ginge keinesfalls um einen Ausbau für große Fahrzeuge, vielmehr solle noch Platz für einen Radweg an der Hunte bleiben. Das „heiße Thema“: der Vorstoß der Verwaltung, einen neuen, öffentlichen Parkplatz mit 160 Stellflächen hinter der Gaststätte „Gildestube“ in Zwischenbrücken anzulegen.

„Eine Märchenstunde“

Die Signale Kuraschinskis trugen aber wenig zur Entspannung bei: Stundenlang werde über Umweltschutz diskutiert, nun aber sollten flugs 2000 Quadratmeter im Überschwemmungsgebiet der Hunte versiegelt werden, empörte sich Rainer Kolloge (UWG) in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt. Diese „Dialektik“ sei ein Stück „Verlogenheit“. Die Verkehrssituation in Zwischenbrücken sei jetzt schon chaotisch. „Eigentlich gibt es nur Gegenargumente“, so Kolloge. Der parteilose Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff sprach von einer „Märchenstunde“. Noch vor Monaten habe man auf die Parkplätze an der Kokenstraße nach dem Erwerb des Burmeisterhauses vor der alten Feuerwehr verzichtet. Es gebe einen alten Beschluss, keinen Parkplatz im Überschwemmungsgebiet anzulegen, so Temming-Hanhofff, der dem Bürgermeister „Dienstvergehen“ vorwarf. Marko Bahr (FDP) sagte, ständig betone die Verwaltung, sie sei überlastet, plane aber nun ohne Auftrag einen Großparkplatz. Und Hermann Hitz (UWG) sprach gar von einer „Gefälligkeitsplanung“.

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Dem widersprach die Verwaltung vehement, räumte aber ein, dass aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung noch der Schallschutz geprüft werden müsse.

Walter Panschar (SPD) und Günter Lübke (CDU) versuchten, die Gemüter zu beruhigen: Es gebe noch gar keinen Plan, sagte Panschar. Lübke meinte, der Vorschlag sei „anerkennenswert“. Mache die Verwaltung keinen Vorschlag, bekomme sie auch Prügel. Auch Frank Stöver (CDW) befürwortete die Änderung des Flächennutzungsplans. Die Stellplatz-Idee werde schon zum künftigen Verkehrskonzept passen. Stephan Dieckmann (SPD) wies darauf hin, dass man etwas tun müsse, um die Dauerparker – ganz im Interesse der Kaufleute – aus der Innenstadt zu drängen.

Plan seit 2016 bekannt

Eine Mehrheit für den Vorstoß der Verwaltung, die Aufstellung eines Bebauungsplans Nr. 73 „Auf der Braake“ zur Bereitstellung von 160 Stellflächen einzuleiten, fand sich jedoch nicht. Bernhard Block (CDW) beantragte, das Thema so lange zurückzustellen, bis das neue Verkehrsgutachten und ein Gesamtkonzept vorliegen. Dem stimmte der Ausschuss mit sechs Ja- bei drei Nein-Stimmen zu.

In einer Presseerklärung stellte die Verwaltung am Donnerstag klar, dass bereits bei der im November 2016 vorgestellten Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes auf „zusätzliche Parkraumoptionen auch im Bereich der Hunteniederung/Zwischenbrücken“ hingewiesen wurde. Ganz unvorbereitet waren die Ratsmitglieder auf den Vorstoß also nicht.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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