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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Diakonie: Neubau ohne Baumfällungen

16.12.2019

Wildeshausen Die Diakonie Himmelsthür hat ihre Pläne zum Ausbau des Hauses „Herzogin Elisabeth“ am Zuschlagsweg in Wildeshausen gestoppt. Dort sollten drei neue Gebäude für knapp 40 Personen mit Assistenzbedarf gebaut werden. „Wir werden kein Projekt entwickeln, dem auch nur ein wertvoller Baum zum Opfer fällt“, kündigt Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie, im Gespräch mit dieser Zeitung an. Gesucht werde nun nach einer Lösung, die für alle Beteiligten akzeptabel sei.

Die Interessengemeinschaft (IG) „Naherholungsgebiet Himmelsthür“ hatte eine Unterschriftenaktion gestartet, nachdem die Baupläne der Diakonie bekannt geworden waren. Für den Anbau ans Haus „Herzogin Elisabeth“ hätten zahlreiche Bäume gefällt werden müssen. Die Diakonie hatte den Standort vor allem deshalb präferiert, weil sich so Synergieeffekte im Bereich der Betreuung verwirklichen ließen. Die Anlieger wiederum weisen auf den nach ihrer Ansicht wertvollen Baumbestand und die Klimaeffekte hin. Mittlerweile liegen im Stadthaus rund 630 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern vor, die sich für den Erhalt des naturnahen Charakters des Himmelsthür-Geländes einsetzen.

Arendt-Uhde räumt ein, dass die Diakonie anfangs dem Baumschutz nicht so hohe Bedeutung gegeben habe. Im Rahmen des vereinbarten Konversionsprozesses muss die Diakonie Himmelsthür bis Sommer 2023 vielen Kunden neue Wohnangebote unterbreiten. Der Immobilienbestand auf dem Gelände an der Dr.-Klingenberg-Straße sei nicht mehr zeitgemäß. Selbst das Sozialministerium habe festgestellt, dass sich eine Investition in die alten Gebäude nicht mehr lohnt. Ohne attraktive Angebote würden sich die Kunden gegen die Himmelsthür entscheiden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Anbau am Haus „Herzogin Elisabeth“ geplant.

Vor rund einem halben Jahr trafen sich Mitglieder der IG mit Arendt-Uhde und Vertretern aus Politik und Verwaltung, um auf dem Gelände nach einem Alternativ-Standort zu suchen. Passiert sei seitdem nichts. Die IG habe sein Gesprächsangebot bislang noch nicht wahrgenommen, so Arendt-Uhde. Ebenso wenig sei aus Reihen der Politik gekommen. „Das bedaure ich sehr“, sagt er.

Der Regionalgeschäftsführer sieht aber die Kommunalpolitik in der Pflicht, die Menschen mit Assistenzbedarf als Wildeshauser Bürger zu begreifen. Die Zeit drängt: Bis 2023 benötigten sie ein angemessenes Heim. Zudem sollte die Politik ein Interesse daran haben, dass die Arbeitsplätze in Wildeshausen verbleiben.

Die Diakonie prüfe nun, ihr Konzept auf einem anderen Platz innerhalb des Geländes umzusetzen. Wo das ist, will Arendt-Uhde derzeit nicht verraten. „Wir werden rechtzeitig eine Bauvoranfrage stellen.“ Er schloss aber ebenso nicht aus, dass das geplante Projekt außerhalb von Wildeshausen umgesetzt wird.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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