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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Cannabis legalisieren: Nicht so einfach

07.05.2018

Wildeshausen „Legalisierung macht Sinn!“ – Unter diesem Motto stand die Podiumsdiskussion und Kundgebung auf dem Marktplatz in Wildeshausen am Samstagnachmittag. Im Zuge des „Global Marihuana March“ (GMM) hatte der Deutsche Hanfverband das vierte Mal zur Informationsveranstaltung eingeladen. Rund 50 Teilnehmer kamen.

Mit dem Thema „Cannabis“ beschäftigten sich unter Diskussionsleitung von Kreszentia Flauger auf der Bühne Walter Panschar, Kripobeamter a.D., Gunter Burge­meister, Chefarzt der Fachklinik Sucht im Oldenburger Land, Wilko Zicht von den Grünen in Bremen, Thore Güldner (Jusos/SPD-Ratsherr in Dötlingen) sowie Tom Dobrowolski von den Linken (Löningen). Im Vordergrund stand, ob Cannabis wie bisher zwar konsumiert werden dürfe, der Besitz, Verkauf und Weitergabe aber strafbar bleiben sollen.

Burge­meister betonte, dass es falsch sei, Suchtkranke zu kriminalisieren. Vielmehr müsse dem schwarzen Markt begegnet werden. Zicht sagte: „Wenn jemand für sich konsumieren möchte, soll er das straffrei können. Auch im Hinblick auf die Führerscheinproblematik.“ Allerdings müsse das im gesetzlichen Vorgaben-Rahmen erfolgen. Dieser müsse entsprechend angepasst werden.

Güldner forderte dazu auf, bei diesem Thema mehr auf Fachleute zu hören. Voraussetzung sei, Kinder und Jugendliche vor einer Suchtgefährdung zu bewahren.

Panschar meinte: „Die Polizei braucht rechtliche Vorgaben, um handeln zu können. Mit der Legalisierung ist es deshalb nicht so einfach.“ Allerdings sah auch er eine liberalere Betrachtungsweise, die sich dann in den gesetzlichen Vorgaben niederschlagen könnte, als nicht abwegig an.

Dobrowolski bemängelte, dass der Schwarzmarkt fast gar nicht bekämpft werde, sondern die Verfolgung der Konsumenten Vorrang habe.

Burgemeister führte ein Beispiel aus Uruguay an. Dort gäbe es einen regulierten Cannabis-Markt mit der Prüfung der Inhaltsstoffe. „Ich wünsche mir einen kontrollierten, an den Vorschriften orientierten Markt und keine unkontrollierte Weitergabe über schwarze Kanäle.“

Also einen Markt mit Qualitätsstandards, wie auch Güldner erklärte. Dazu müsse die Strafprozessordnung praktikabler werden, weg von den Gelegenheitskonsumenten und hin zu mehr Verfolgung der Dealer und schwarzer Märkte, äußerte dazu Panschar seine private Meinung. Und Dobrowolski: „Das könnte sogar noch legale Arbeitsplätze schaffen. Vielleicht auch ein Argument für die CDU.“

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