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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Gildefest: Wildeshausen: Feuerwehrmann sichert sich Königskette

26.05.2010

WILDESHAUSEN Dazu sind doch gute Freunde da: „Die Waffe ist jetzt eingeschossen,“ riet Hermann Petermann, König der Gilde im Jahr 1997. „Jetzt geht es schnell.“ Lutz Ertelt, wie Petermann Mitglied des „Anwärter-Förderkreises zur Königskompanie der Wildeshauser Schützengilde“ (AFK), nahm es sich zu Herzen. Um 19.45 Uhr fiel der Papagoy von der mehr als 33 Meter hohen Vogelstange. Die neue Majestät Ertelt machte vor Freude einen Luftsprung.

Ein Spezial zum Gildefest mit Bildern, Berichten und TV-Beiträgen

Bei besten äußeren Bedingungen war am Dienstag ein riesiges Regiment – 2417 Schwarzbefrackte, Musiker und Offiziere (Vorjahr: 2773) – zum Königsschießen ausmarschiert. Im Krandel herrschte beste Volksfeststimmung. Erneut wurde das Königsschießen per Monitor übertragen, damit die Zuschauer die Schüsse auf den Papagoy besser verfolgen konnten.

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Insgesamt 25 Königsanwärter traten Punkt 18 Uhr in den Schießstand. Im Vorjahr waren es noch 35. Unter den Anwärtern waren viele bekannte Gesichter. So schickte der AFK mit Ertelt, Werner Mietzon, Karl-Wilhelm Jacobi und Carsten Petermann gleich vier Bewerber ins Rennen. Ebenso stark vertreten: die Pfingstclubs „Herzbuben“ und „schwarz-grün“. In fünf Gruppen wurde geschossen. Im Vorkampf setzten sich Dirk Schnittker (42), und Frank Hogeback (41), der Sohn von Major Bernhard Hogeback, durch. Frank Hogeback, seit 1986 Mitglied der alt ehrwürdigen Schützengilde, musste allerdings im Stechen gegen Karl-Wilhelm Jacobi antreten. Beide hatten es in der vierten Gruppe spannend gemacht. Mehrfach musste Oberleutnant Artur Gabriel als Vorsitzender des Schießausschusses „Stopfen“ befehlen, weil den Königsanwärtern die Munition ausgegangen war.

Auch das Finale, das um 19.25 Uhr begann, war alles andere als langweilig. Der Wind trieb Holzsplitter durch die Luft, weil die meiste Munition nicht auf dem eisernen Papagoy, sondern im Kugelfang landete. Bernhard Hogeback drückte durchaus seinem Sohn die Daumen. „Ich habe nie auf dem Papagoy geschossen“, so der Offizier, warnte aber zugleich: „Noch ist nicht aller Tage Abend. Die sind alle nervös.“ Zwischenzeitlich wurde eine Pause eingelegt: „Letztes Jahr um diese Zeit waren wir schon fertig“, unkte Volker Böttjer, Majestät im Vorjahr. Doch dann ging alles schnell, und der Schuss von Lutz Ertelt saß.

Tochter Philine-Marie (6) und Sohn Mats-Ole (4) hatten den Erfolg ihres Vaters hinter der Absperrung beobachtet. Rasch holte Ertelt sie auf seinen Arm. Auf der Westerstraße fiel Verena Ertelt ihrem Mann in die Arme. Ertelt, hauptberuflich im Fachbereich Bürger der Stadtverwaltung tätig, ist seit 1989 Gilde-Mitglied. Bereits im Jubiläumsjahr 2003 hatte es der 38-Jährige bis ins Finale des Königsschießens geschafft. Der Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr, wohnhaft am Katenbäker Berg, ist die vierte Majestät aus den Reihen des AFK.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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