• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Politik unterstützt Neubau

13.11.2019

Wildeshausen Schmale und steile Treppen, Türen mit einer Rahmenhöhe von 1,70 Metern, nicht behindertengerechte Räume und kaum Privatsphäre: Dass das Frauen- und Kinderschutzhaus in Wildeshausen dringend renoviert werden muss, wurde auf der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am Dienstagnachmittag klar.

Das sahen auch die Ausschussmitglieder nicht anders. Bei einer Enthaltung von Herbert Sobierei (AfD) wurde der Antrag für den Neubau des Frauen- und Kinderschutzhauses für zehn Frauen und bis zu 20 Kinder am bisherigen Standort auf den Weg gebracht.

Christiana Dölemeyer, Leiterin des Amtes für Teilhabe und Soziale Sicherung in der Kreisverwaltung, hatte zuvor von der momentanen Nutzung und den Bedingungen berichtet. „Das Haus ist in die Jahre gekommen“, so Dölemeyer. 1968 wurde das Einfamilienhaus gebaut und ist seit 1993 als Frauenhaus in Wildeshausen fest verwurzelt. Sechs Frauen können mit ihren Kindern die Räumlichkeiten derzeit nutzen. Über ein Jahr verteilt leben etwa 76 Frauen in dem Haus – mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 13 Tagen. „Wir haben im vergangenen Jahr an 142 Tagen eine Vollbelegung gehabt“, berichtete Dölemeyer. Die Tendenz sei dabei steigend.

Um den heutigen Standards in einer solchen Einrichtung gerecht zu werden, ist der Neubau geplant. Künftig sollen zehn Frauen und bis zu 20 Kinder in dem Haus – mit nun einzelnen Schlafzimmern und separaten Badezimmern – leben können. Auch die im Haus befindliche Beratungsstelle Frauen- und Mädchentelefon „Aufwind“ sowie die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt, „Biss“, wurden berücksichtigt. Nach den derzeitigen Kenntnissen werden hierfür Investitionskosten von rund zwei Millionen Euro nötig sein.

Ein Großteil der Summe soll durch das bundesweite Investitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ aufgefangen werden. Der Bundestag soll das Programm Anfang 2020 verabschieden, bis zu 80 Prozent der Investitionssumme könnten aus den Zuschüssen bezahlt werden. Dazu würden jeweils zehn Prozent aus den Kassen des Landes Niedersachsen und des Landkreises Oldenburg fließen. Einig waren sich die Politiker, das Projekt schnell voranzutreiben, um möglichst frühzeitig das Projekt für die Förderung vorzustellen.

Während die Ausschussmitglieder einstimmig für den Neubau auf dem bisherigen Gelände stimmten, regte sich Kritik aus der Nachbarschaft. Sie sehen massive Einschränkungen zum Beispiel durch Lärmbelästigung. „Das Frauenhaus passt nicht in diese Siedlung“, sagten sie. Gespräche mit der Verwaltung stehen aber noch aus.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.