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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Immer weniger gehen in Wildeshausen baden

18.11.2017

Wildeshausen Mit ihrem Antrag, die Eintrittspreise des Wildeshauser Krandelbades für sozial schwache Gruppen zu ermäßigen, hat die SPD am Donnerstag im Finanzausschuss eine grundsätzliche Debatte um das Hallen- und Freibad angestoßen. Offenkundig wurde bei dieser Gelegenheit nämlich, dass die Besucherzahlen nach der überraschenden Schließung des maroden Hallenbades 2010 und dem anschließenden Neubau nie wieder das alte Niveau erreichten.

Lagen sie bis 2010 stets über 100 000 Besucher pro Jahr, pendeln sie sich nun um die 80 000 ein. Im laufenden Jahr haben bis Ende Oktober sogar nur 73 485 Menschen das Bad besucht. „Das ist allerdings vor allem dem schlechten Sommer geschuldet“, merkte Bürgermeister Jens Kuraschinski an.

Seiner Meinung nach greift es ohnehin zu kurz, die schwindenden Besucherzahlen mit den ohnehin moderaten Eintrittspreisen in Verbindung zu bringen. Zum einen habe man sich seinerzeit mit dem neuen Hallenbad angesichts der angespannten Finanzlage bewusst für einen reinen Zweckbau ohne Wellness-Charakter entschieden und damit auf die entsprechende Zielgruppe verzichtet. Hinzu komme ein geändertes Freizeitverhalten. Gerade in der Freibadsaison gebe es ein starkes Konkurrenzangebot in der Umgebung.

Dem stimmte Jens-Peter Hennken (CDU) zu: „Geld spielt eventuell gar keine Rolle bei der Entscheidung für oder gegen unser Bad. Viele Jugendliche fahren lieber woanders hin, und wir sollten herausfinden, warum das so ist“, regte er an.

Wie Kuraschinski zum SPD-Antrag ergänzte, verringerten mehr Besucher zudem nicht unbedingt den Zuschussbedarf: „Die Leute kommen dann zwar vielleicht für weniger Geld rein, aber wir müssen dennoch pro Person denselben Aufwand betreiben, 30 Liter Wasser bereithalten, chloren und anschließend entsorgen.“ Man solle deshalb nichts übereilen.

In diesem Zusammenhang verwies Manfred Rebensburg (Grüne) auf die bereits bestehende, aber vielleicht nicht ausreichend bekannte Richtlinie für den Wildeshauser Berechtigungspass. Danach haben Bezieher von Sozialleistungen die Möglichkeit, eine 50-prozentige Ermäßigung auf den Eintritt zu erhalten.

Zustimmung erntete Matthias Kluck (SPD) schließlich für seinen Änderungsantrag, die Entgeltordnung zunächst unverändert zu lassen und per Fragebogen die Gründe für die schwindende Resonanz zu ermitteln.

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