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Er ist neuer Präsident der Oldenburgischen Landschaft
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Aktualisiert vor 12 Minuten.

Prof. Dr. Uwe Meiners
Er ist neuer Präsident der Oldenburgischen Landschaft

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„Jeder kann einen Beitrag leisten“

21.09.2019

Wildeshausen Stundenlang haben Enrico Lagemann (14) und Denis Hristov (15) an ihrem Kunstwerk gemalt. Die Erde wird von zwei Händen gehalten. Die Welt ist in ihrem Fall aber keine Kugel, sondern ein Herz. „Niemand außer wir Menschen können die Erde beschützen“, sagen die zwei Hauptschüler der Klasse 8c.

So wie die beiden Jugendlichen beschäftigen sich am Freitagvormittag alle Klassen der Hauptschule mit dem Klima- und Umweltschutz. Die Klasse 10a sucht nach Ursachen für das Sterben der Erde. Sie bauen einen Sarg und legen einen Globus hinein. Einige Gründe kleben sie auf die schwarze Kiste – Überkonsum, Massentierhaltung, Verschmutzung der Atmosphäre.

In der Stadt unterwegs

Es ist „Fridays for Future“ in Wildeshausen. An die 2000 Schülerinnen und Schüler der Realschule, der Förderschule, des Gymnasiums und eben der Hauptschule beteiligen sich am weltweiten Aktionstag für das Klima. Die 14-jährigen Schülerinnen Maren Brünger, Hilda Hakemann, Leevke Aßmann und Hannah Meyer vom Gymnasium bilden eines der Teams, die Bürger nach ihrem Umweltverhalten befragen. Die Realschüler Jeremy-Claas Pietrowski (15), Leo Behrens (14) und Lukas Jeschke (14) sammeln wie andere auch Müll in der Innenstadt und tragen erstaunliches zusammen: einen Kinderwagen ohne Räder, ein klappbares Bettgestell und einen Geschirrkasten für eine Spülmaschine.

Der gesammelte Müll aller Gruppen liegt am Mittag auf dem Schulhof des Gymnasiums. Dort treffen sich die Kinder und Jugendlichen der vier Schulen zur Abschlusskundgebung. Der ursprünglich geplante Sternmarsch zum Marktplatz ist mangels Ordnern nicht genehmigt worden. Aus dem Boxen tönt „AnnenMayKantereit“ mit „Hurra, die Welt geht unter“. Viele Plakate und Transparente werden hoch gehalten: „Make the world great again“, „Wir haben keinen Planet B“, „240 kg Papier verbrauchst du in einem Jahr“, „Wir verpassen Erdkunde, ihr die Chance“, „Weg mit dem Dreck“ oder auch „Lieber mit Fahrrädern als mit Autos“ lauten einige Forderungen.

Schüler auf der Bühne

Von der Bühne begrüßt um 12 Uhr der Schülersprecher des Gymnasiums, Jannis Wibben (17), zusammen mit anderen Schülersprechern wie Laura Gabbe (16) von der Realschule und Dimitrij Busch (17) von der Hauptschule die Demonstranten. Einige Ratsmitglieder und Bürger sind ebenfalls gekommen. Schüler präsentieren ihre Ergebnisse der Umfragen. Realschüler tragen einen Poetry zum Klimaschutz vor, Gymnasiasten ihre Thesen zur Welt im Jahr 2050.

Ans Mikrofon tritt auch Kaja Fast aus der Klasse 11 des Gymnasiums. „Wildeshausen ist auch bei Fridays for Future“ dabei, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen.“ Sie formuliert einige Forderungen ihrer Gruppe. „Wir fordern globales Denken und Handeln, aber das fängt schon in Wildeshausen an. Jeder Einzelne kann etwas tun.“ So müsse die über 100 Jahre alte Blutbuche trotz der geplanten Erweiterung des Krankenhauses erhalten werden, weil sie viel CO2 speichere und Sauerstoff spende. „Unser Planet ist unsere Zukunft“, sagt Fast. Deshalb müssten der Kohleausstieg schnell kommen und erneuerbare Energien stärker gefördert werden.

Nächster Freitag geplant

Zum Abschluss stimmt sie das Lied „We are the world“ an, dessen Refrain viele mitsingen. Und John Lennons Friedenshymne „Imagine“ singen und spielen danach die Realschüler Mats Elders (14), Patrick Graebel (15) und Celine Hespe (13).

Am 27. September gibt es einen neuerlichen „Fridays for Future“-Tag in Wildeshausen. Den „Aktionstag zur nachhaltigen Entwicklung“ plant der Berufliche Gymnasium der BBS. Nach einem Auftakt in der Aula wollen sich Schüler auf den Weg in die Stadt machen. Diese Demonstration wird schulunabhängig von Umweltaktivisten organisiert, so die BBS. Im Anschluss seien Workshops zu umweltrelevanten Themen vorgesehen.


Mehr BIlder und Video unter   www.nwzonline 
Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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