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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Gleichstellung: Sie setzt sich für Frau und Mann ein

24.11.2017

Wildeshausen Dank der Sonnenstrahlen, die durch das Fenster im zweiten Obergeschoss des Stadthauses in Wildeshausen dringen, wirkt das weiß gestrichene Büro von Majken Hjortskov noch heller. In einem Fach neben dem Computer befinden sich Hefte und Flyer: „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ ist da unter anderem zu lesen. In der Ecke des Raums stapeln sich blau-weiße Textiltaschen mit dem Aufdruck „Hilfe bei Gewalt“, die im Rahmen einer Aktion am Samstag verteilt werden. Das Büro zeigt: Eine Gleichstellungsbeauftragte hat mehrere Aufgaben.

„Die Arbeit ist sehr facettenreich“, bestätigt die 27-jährige Majken Hjortskov und ergänzt: „Das Oberziel ist die Gleichberechtigung.“ Das bedeute eben auch, dass sie sich sowohl für Frauen als auch für Männer einsetze. „,Frauenbeauftragte‘ ist der alte Begriff.“

Zeigen am 25. November Flagge: (von links) die Gleichstellungsbeauftragten Lisa Guenter, Christa Otten, Majken Hjortskov, Caroline Stroot, Ursula Reinhardt, Martina Wöbse, Antje Oltmanns und Dorothea Debbeler. BILD: Hoffschneider
Zeigen am 25. November Flagge: (von links) die Gleichstellungsbeauftragten Lisa Guenter, Christa Otten, Majken Hjortskov, Caroline Stroot, Ursula Reinhardt, Martina Wöbse, Antje Oltmanns und Dorothea Debbeler. BILD: Hoffschneider

Info-Aktion am Samstag

Zum „Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ am Samstag, 25. November, werden die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Oldenburg aktiv.

Sie haben am Donnerstag Flaggen von der Hilfsorganisation „Terre des femmes“ gehisst. An dieser Fahnenaktion nehmen jedes Jahr Menschen teil, um darauf hinzuweisen, dass Gewalt an Frauen immer noch verbreitet ist. Außerdem verteilen am Samstag die Gleichstellungsbeauftragte für den Landkreis Oldenburg, Dorothea Debbeler, sowie Majken Hjortskov von 9 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Wildeshausen Beutel mit Informationsmaterialien.

Seit 1. Mai arbeitet sie als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wildeshausen. In dem vergangenen halben Jahr lernte die gebürtige Reckumerin die unterschiedlichen Aufgaben ihrer neuen Arbeit genau kennen. An 15 Stunden in der Woche sitzt sie als Gleichstellungsbeauftragte im Büro. Die übrigen 24 Stunden ist sie weiterhin als Verwaltungsfachangestellte aktiv. Es gibt einen internen und einen externen Teil ihrer Arbeit, erklärt sie. Zum externen Teil gehört unter anderem, Aktionen und Projekte zu organisieren. Welche Themen im Landkreis und in Wildeshausen relevant sind, gilt es, herauszufinden – beispielsweise mit Flüchtlingsfrauen zu arbeiten oder über Internet-Mobbing aufzuklären. Aufklärungsaktionen für Männer zu organisieren, sei ein bisschen schwieriger, gibt sie zu. „Das ist das Geschlecht, das sich weniger öffentlich zu seinen Problemlagen äußert." Als Beispiel nennt sie Ganderkesee: Dort hat die Gleichstellungsbeauftragte Lisa Guenter eine erfolgreiche Aktion für Männer zum Thema „Gesünder leben“ veranstaltet.

Außerdem ist Hjortskov für Frauen und Männer da, die häusliche Gewalt erfahren und Hilfe suchen. Sie fungiert als Koordinatorin und zeigt, welche Beratungsstellen aufgesucht werden können.

Beim internen Teil der Arbeit ist Hjortskov an Bewerbungsverfahren im Stadthaus beteiligt: Wenn es zu Bewerbungsgesprächen in der Verwaltung kommt, greift sie ein, falls unangemessene Fragen gestellt werden sollten. Außerdem hat sie die Personalgestaltung im Blick. Soll heißen: Sie achtet darauf, dass der Anteil von Frauen und Männern in der Verwaltung ausgewogen ist. Sie nimmt an Ausschüssen teil, ist in mehreren Arbeitskreisen aktiv – die Palette sei groß. „Ich könnte jetzt noch viel mehr aufzählen“, ergänzt sie. Momente im privaten oder beruflichen Leben, in denen sie selbst eine Gleichstellungsbeauftragte gebraucht hätte, fallen der 27-Jährigen spontan nicht ein.

Dafür falle ihr eine andere Problematik im Alltag manchmal ins Auge: die Sexualisierung, die Reduzierung der Frau aufs Äußere in Werbungen und auf Plakaten. Ein Thema, das sie schon länger beschäftige. Und möglicherweise eine von vielen Problematiken, die Potenzial für ein Projekt bieten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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