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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Bundestagswahl I: Wildeshausen für Grüne hartes Pflaster

26.09.2017

Wildeshausen /Landkreis Eine Wahlparty gab es nicht bei der AfD: „Ich bin essen gegangen“, berichtete Herbert Sobierei (68), Einzelbewerber der AfD im Wahlkreis 28 (Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land). Er holte 15 122 (9,0 Prozent) der Erststimmen – ein Plus von 9830. Bei den Zweitstimmen legte die AfD gar um 10 034 zu. In ähnliche Dimensionen stieß nur Christian Dürr (FDP) aus Ganderkesee vor, der 15 209 (9,0 %) der Erststimmen, ein Plus von 9946 Stimmen, holte. Bei den Zweitstimmen legte die FDP um 9041 zu.

Die großen Parteien mussten Federn lassen. Astrid Grotelüschen (CDU) gewann mit 57 389 Stimmen (34,1 %) zwar den Wahlkreis, verlor aber 6443 Wählerinnen und Wähler. Susanne Mittag (SPD) verlor 7930 Stimmen und kam auf 55 326 (32,9 %) der Erststimmen. Manuel Paschke (Linke) gewann 2989 Erststimmen dazu und kam auf 10 262 (6,1 %). Christina-Johanna Schröder (Grüne) kam auf 12 933 (7,7 %) – ein Plus von 3149 Stimmen. Sie verpasste knapp den Einzug in den Bundestag über die Grünen-Landesliste.

Grüne punkten in Hosüne

Ein ähnliches Bild bietet sich im Landkreis Oldenburg: Hier entfielen auf Grotelüschen 28 309 (36,03 %) der Erststimmen – genau 5140 Stimmen mehr als Susanne Mittag, die auf 29,48 % kam. Auf Platz 3 Christian Dürr mit 8 863 Stimmen (11,28 %), gefolgt von Schröder (8,33 %), Sobierei (7,88 %), Paschke (5,70 %) und Dieter Holsten (Freie Wähler, 1,29 %).

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Erwartungsgemäß trumpfte Grotelüschen in ihrer Heimatgemeinde Großenkneten auf, wo sie 3139 (40,85 %) der Erststimmen erhielt. Das schlechteste Ergebnis fuhr sie in Hatten (32,36 %) ein. Mittag hat ihre „Hochburg“ in Ganderkesee, wo sie 30,59 % der Erststimmen bekam. Mit 27,64 % fiel das Ergebnis in Wildeshausen mager aus.

Christian Dürr holte die meisten Stimmen in seiner Heimatgemeinde Ganderkesee (13,83 %); Harpstedt (8,72 %) ist für ihn kein gutes Pflaster. Sobierei erhielt in Wildeshausen die meisten Erststimmen (10,02 %); hintenan lag Hatten (6,63 %). Dagegen lag die Grüne Schröder in Hatten und in Wardenburg (jeweils 9,8 %) gut im Rennen; ihr schlechtester Ort ist Wildeshausen (6,75 %).

Zu den Hochburgen der CDU gehört das Stimmlokal in Bissel (Gemeinde Großenkneten). Dort entfielen 61,11 % der Zweitstimmen auf die Union. Die SPD war in Huntlosen-West stark (38,45 %). Die Grünen kamen in Hosüne (Großenkneten) auf beachtliche 24,84 %. Dort erzielten auch die Linken mit 15,48 % ihr bestes Ergebnis. Die AfD sammelte die meisten Zweitstimmen in Hoyerswege (Ganderkesee) ein: 17,96 %. Dicht gefolgt von Ahlhorn-Mitte (17,69 %). Die Liberalen sind traditionell in der Gemeinde Hatten stark. Im Stimmbezirk Tweelbäke/Sandtange kam die FDP auf 19,87 % der Zweitstimmen und ließ hier sogar die SPD (16,56 %) hinter sich. In Bürstel/Immer (Ganderkesee) erzielte die FDP 19,07 %.

Uneins über „Jamaika“

Mit Blick auf die Regierungsbildung in Berlin zeigten sich die Spitzen der Parteien uneins. Er sei verwundert, dass die SPD einer Neuauflage der Großen Koalition so schnell eine Absage erteile, so CDU-Kreisvorsitzender Dirk Vorlauf. Dagegen verteidigte SPD-Kreischef Axel Brammer die Entscheidung. Die SPD habe im Bündnis mit CDU/CSU stets verloren. Brammer sieht zugleich gute Perspektiven für die SPD bei der Landtagswahl am 15. Oktober.

Auf schwierige Koalitionsverhandlungen mit Union und Grünen richtet sich FDP-Kreisvorsitzender Niels-Christian Heins ein. Eduard Hüsers, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, sieht eine „Jamaika-Koalition“ kritisch. Zahlreiche Positionen der FDP, etwa in der Wirtschafts- und der Umweltpolitik, seien „nicht kompatibel“ mit den Grünen. Er hätte sich lieber ein Bündnis aus Grünen, SPD und Linken gewünscht, sagte Hüsers.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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