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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Gleichstellung Im Landkreis Oldenburg: Frauentag sollte ein Feiertag sein

09.01.2020

Wildeshausen /Landkreis Mehr als 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim Landkreis Oldenburg beschäftigt – deutlich mehr Frauen als Männer. In der Riege der Führungskräfte des Hauses bestehe allerdings ein Verhältnis von 16 zu 22. Ziel ist, das Verhältnis auszugleichen. „Wir sind auf einem guten Weg, können aber noch mehr tun“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Britta Hauth.

Die 51-Jährige aus Dötlingen hat am 1. August vergangenen Jahres die Nachfolge von Dorothea Debbeler angetreten, die in Pension ging. Hauth, die bei der Stadt Delmenhorst zur Verwaltungsfachangestellten ausgebildet wurde, arbeitet seit 1987 in der Kreisverwaltung. Hier war sie in zahlreichen Ämtern tätig; so beispielsweise seit 2008 im Amt für Teilhabe und Soziale Sicherung. Seit 2016 war die Mutter von zwei Kindern 19 und 17 Jahre alt) zugleich ständige Vertreterin der Gleichstellungsbeauftragten. Vor etwa 32 Jahren – am 26. Mai 1987 – beschloss der Kreistag, eine Frauenbeauftragte zu bestellen. Die damalige Amtsträgerin Hildegard Kornemann war eine der ersten Frauenbeauftragten.

Seitdem hat sich viel getan. Hauth nimmt „von Amts wegen“ an den Sitzungen des Kreistags, des Kreisausschusses und diverser Fachausschüsse teil, trifft sich regelmäßig mit ihren Amtskolleginnen in den Gemeinden des Kreises und ist im Vorstand des Trägervereins „Frauen und Wirtschaft“. Vor allem aber versteht sie sich als Interessenvertreterin der Beschäftigten: Die Gleichstellungsbeauftragte ist intensiv an den Stellenbesetzungsverfahren beteiligt. Bereits in der Ausschreibung werde darauf geachtet, dass das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht entsprechend animiert wird, sich zu bewerben. In den Beratungsgesprächen mit Kolleginnen und Kollegen gehe es aber weniger um eine vermeintliche Nichtberücksichtigung beim beruflichen Aufstieg oder einem Neuzuschnitt der Organisation am Arbeitsplatz. „Das läuft im Prinzip im Gespräch mit den jeweiligen Amtsleitern ganz prima“, verrät Hauth. Eher werde sie um Rat gefragt, wenn es um „zwischenmenschliche Probleme“ gehe.

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Auch außerhalb des Kreishauses gibt es eine Vielzahl von öffentlichkeitswirksamen Aktionen: Anlässlich des Internationalen Frauentags laden die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises am Samstag, 7. März, zu einer „FrauenKulturTour“ nach Osnabrück ein. Hauth bringt sich am Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern („Equal Pay Day“), der in diesem Jahr auf den 17. März fällt, ebenso ein wie beim „Zukunftstag“ am 23. März. Ein Herzensanliegen ist ihr auch die Mitwirkung rund ums Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises oder bei „BISS“, der Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt.

Um sexualisierte Gewalt geht es auch bei dem Projekt „Luisa ist hier“. Ziel ist es unter anderem, das weibliche Personal bei Großveranstaltungen und in Gastronomiebetrieben zu sensibilisieren und zu schulen. Den ersten „Aufschlag“ werde es beim Fasching in Ganderkesee sowie in der Wildeshauser Diskothek „5 Elements“ geben, kündigt Hauth an.

An Demos hat sich die 51-Jährige zwar noch nicht beteiligt, wenn es aber um die Gleichstellung geht, tritt sie selbstbewusst und zielstrebig auf. „Ich habe mir noch nie die Butter vom Brot nehmen lassen“, sagt Hauth. Klar ist sie dafür, dass der 8. März, der Internationale Frauentag, ein gesetzlicher Feiertag wird. „Man kann nicht oft genug auf das Thema hinweisen.“

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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