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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Mehr Unterstützung für junge Familien gefordert

02.08.2018

Wildeshausen /Landkreis „Wir werden alles tun, damit wir jungen Müttern und Familien im Landkreis Oldenburg besser helfen können.“ Dieses Versprechen gab Franz Duin, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, dem Leiter des Gesundheitsamtes, Jürgen Ohlhoff, und der Familienhebamme Tanja Böshans, die über die Probleme junger Mütter, von Hebammen betreut zu werden, informiert hatten. Denn es gebe auch im Kreis eine eklatante Versorgungslücke.

In Ganderkesee und Bookholzberg gab es im vorigen Jahr mit 280 Babys die höchste Geburtenrate im Landkreis. Doch dort sind derzeit nur zwei freiberufliche Hebammen tätig, berichtete Böshans, die als eine von drei Familienhebammen beim Landkreis beschäftigt ist.

Sie und ihre Kolleginnen bieten im Rahmen des Programms „Frühe Hilfen“ Beratung und Begleitung in der Schwangerschaft sowie im ersten Lebensjahr des Kindes an – sowohl als Hausbesuch als auch im Gesundheitsamt. Sie haben aber klare Grenzen. Niedergelassene Hebammen sind überwiegend für die medizinische Vor- und Nachsorge zuständig. Die Familienhebammen beraten auch in sozialen Fragen und übernehmen Lotsenfunktionen. Außerdem schicken sie einen Elternbrief an Familien mit Neugeborenen und weisen auf Hilfen hin.

Zwar bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung 16 Hausbesuche durch eine Hebamme und wirbt mit dieser Leistung. Ob die Mütter aber eine Hebamme finden, die sie betreut, ist eine andere Sache. Denn einen Rechtsanspruch auf die Leistung der Krankenkassen gibt es nicht. Deshalb bleiben viele Mütter und ihre Babys angesichts der geringen Zahl freiberuflicher Hebammen unbetreut. Auch das Wahlrecht auf eine Hausgeburt existiert zurzeit im Landkreis praktisch nur noch auf dem Papier.

Diese Diskrepanz veranlasste SPD-Kreistagsabgeordnete Lara Molde, selbst junge Mutter, das Thema in der Fraktion anzusprechen. „Viele Frauen bekommen keine Hebamme zur Nachsorge, da sollten wir etwas tun“, sagte sie und fand bei Jürgen Ohlhoff offene Ohren.

Eine Möglichkeit, an der Ohlhoff bereits arbeitet, wäre die Einrichtung einer Hebammenzentrale im Landkreis. In Städten und anderen Kreisen gibt es solche Zentralen bereits. Sie vermitteln freiberufliche Hebammen, die mit einer Extra-Prämie unterstützt und von der Zentrale bei ihrer Verwaltungsarbeit entlastet werden, so dass mehr Zeit für die Hilfe bleibt. Erfahrungen aus anderen Kommunen seien positiv, berichtete Ohlhoff.

Duin sagte zu, dass die SPD diesen Ansatz unterstützen werde. Was den Nachwuchsmangel bei den Hebammen angeht, wolle sich Fraktionsmitglied und Landtagsabgeordneter Axel Brammer in Hannover für eine Lösung dieses Problems einsetzen.

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