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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

1800 Geflüchtete leben im Kreis

16.08.2017

Wildeshausen /Landkreis Der Landkreis Oldenburg will auch im kommenden Jahr die Kooperation mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land zur Durchführung der Flüchtlingssozialarbeit im Kreis fortsetzen. Einstimmig sprach sich der Gleichstellungs- und Integrationsausschuss des Kreises am Dienstag dafür aus, die entsprechenden Mittel im Haushalt 2018 bereitzustellen. Landrat Carsten Harings sprach von einer „sehr erfolgreichen“ Zusammenarbeit.

Die Zahl der anerkannten Geflüchteten im Landkreis sei gesunken und werde aktuell auf 1800 geschätzt. Ende Juni erhielten noch 608 Geflüchtete Leistungen nach dem „Asylbewerber-Leistungsgesetz“. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle, Ende März 2016, waren es laut Kreisverwaltung 2007. Anerkannte Flüchtlinge erhalten Leistungen nach dem SGB II.

Zur Durchführung der Flüchtlingssozialarbeit finanziert der Kreis sechs Vollzeitstellen bei der Diakonie. Zwei weitere Stellen trägt das Land. Bis Jahresende 2018 will der Kreis weiterhin sechs Vollzeitstellen finanzieren. „Der Kontakt mit den Menschen endet nicht mit der Anerkennung als Flüchtling“, betonte Diakonie-Geschäftsführer Franz-Josef Franke. Gemeinsam mit Stellvertreter Frank Eden berichtete er von Konflikten in den Familien, aber auch von unbürokratischen Hilfestellungen. Das Netzwerk mit Gemeinden und Ehrenamtlichen funktioniere gut. Allerdings sei die Wohnungssituation weiterhin prekär. Teilweise sehr erfolgreich gestalte sich die Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen.

„Es läuft optimal im Landkreis“, erklärte Bernd Bischof (SPD). Nachholbedarf in puncto Sprache sah Marlies Pape (FDP). Und Elke Szepanski (Grüne) wies auf die Dominanz der Männer in den Flüchtlingsfamilien hin. Aus Sicht von Wolfgang Sasse (CDU) ist die Mentalität das Hauptproblem. Die lasse sich nicht auf Knopfdruck ändern.

Weil zahlreiche Geflüchtete nun Leistungen nach dem SGB II erhalten, die Kommunen aber weiterhin einen großen Aufwand bei der Integration haben, will der Kreis zusätzlich eine „Integrationspauschale“ in Höhe von 413,93 Euro pro Person zahlen. Diese Summe sei mit den Kommunen abgesprochen, so Harings. Ohnehin zahlt der Kreis jährlich pro Flüchtling 10 000 Euro an die Gemeinde. Darunter sind allein 8500 Euro für „direkte Kosten“ wie die Miete. Im Vorjahr haben die Gemeinden einen Aufwand von 2,164 Mio. Euro geltend gemacht. Der Ausschuss stimmte auch den geplanten Kostenerstattungen zu.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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