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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Inklusive Projekte machen Mut für Zukunft

01.12.2018

Wildeshausen /Landkreis Theater, Singen, Gartenarbeit, Schulprojekte, Tanzen oder Tischtennis: Wie vielfältig Inklusion sein kann, wurde bei der Vergabe des Inklusions-Preises durch den Landkreis Oldenburg deutlich. Zehn Projekte hatten sich um den zum zweiten Mal vergebenen Preis beworben – drei wurden am Donnerstagabend für ihr Engagement geehrt.

Die Preisträger 2018

TSG Hatten-Sandkrug: Der Sportverein bietet inklusive Angebote für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Sportarten an.

Lohnbetrieb Blankemeyer: Die Huder Firma hat zwei jungen Menschen mit Handicaps eine Ausbildung ermöglicht und beschäftigt sie nun als Mitarbeiter.

Verein Misch Mit: Die Freiwilligenagentur Wildeshausen hat ein Umwelt- und Inklusionsprojekt initiiert, bei dem ein eigener Garten mit Hochbeeten angelegt wurde.

„Das Thema Inklusion hat im vergangenen Jahr nicht einen Prozent an Aktualität verloren“, begrüßte Landrat Carsten Harings die Gäste im Kreishaus. Sie sei wichtig und notwendig in allen Bereichen der Gesellschaft. Die eingereichten Projekte lobte er als „wichtiges Zeichen, dass sich viele Menschen im Landkreis für Inklusion einsetzen“. Es sei wichtig, dass keine Ausgrenzung stattfinde. Dafür müsste sich jeder Einzelne einsetzen. „Das ist nur zu erreichen, wenn alle gemeinsam die Weichen stellen für ein inklusives Miteinander“, so Harings, der allen Anwesenden einen großen Dank für ihren täglichen Einsatz aussprach.

Heidelies Iden vom Kreisbehindertenrat berichtete von ihren eigenen Erfahrungen mit Inklusion. „Es müsste doch ganz normal sein, dass Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam in die Schule gehen, zusammen arbeiten und ihre Freizeit verbringen“, sagte sie. Es gebe aber noch zahlreiche Barrieren in den Köpfen der Menschen. „Inklusion bleibt eine große Herausforderung in den nächsten Jahrzehnten – aber solche Projekte wie hier im Landkreis machen Mut für die Zukunft.“

Die drei Preisträger und ihre Tätigkeiten wurden von Laudatoren genauer vorgestellt. Kreistagsabgeordneter Götz Rohde lobte das große Engagement der TSG Hatten-Sandkrug. „Der Verein hat sich als Ziel gesetzt, nicht nur über Inklusion zu reden, sondern zu leben“, sagte er. Die TSG wolle dabei allen Sportlern mit ihren Fähigkeiten ermöglichen, am Sport und dem Vereinsleben teilnehmen zu können.

Anerkennend äußerte sich auch Hannelore Hunter-Roßmann über den Mut des Lohnbetriebes Holger Blankemeyer, der zwei Menschen mit Handicap beschäftigt. „An diesem Beispiel sieht man: Wenn man etwas will, geht das“, sagte die Kreistagsabgeordnete. „Es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Unternehmen genauso ihre Bedenken über Bord werfen.“

Marlies Pape hob die Aktion der Freiwilligenagentur Misch Mit in Wildeshausen hervor, das ein Umwelt- und Inklusionsprojekt auf die Beine gestellt hat. „Jeder bringt sich hier so ein, wie es für ihn möglich ist“, sagte sie.

Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Chor „Töne Soanders“ untermalt. Das Harpstedter Projekt, bestehend aus Behinderten und Nichtbehinderten, wurde vor einem Jahr – durch die Anregung des Inklusionspreises 2017 – gegründet und zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie gut Inklusion funktionieren kann.

Sönke Spille Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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