• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • LocaFox
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Inklusion heißt Vielfalt akzeptieren

12.08.2017

Wildeshausen /Landkreis Premiere am Freitagabend im Kreishaus Wildeshausen: Erstmals hat der Landkreis Oldenburg einen Inklusionspreis verliehen. Landrat Carsten Harings zeichnete eine Gruppe sowie zwei Personen aus.

Der erste Preis ging an die 1981 gegründete Kontaktgruppe für Behinderte und Nichtbehinderte in der Gemeinde Dötlingen, die sich 2015 dem Turnverein Brettorf anschloss. Seit 1985 gibt es jährlich das Behindertensportfest. Den Preis nahmen ihr Sprecher Gerrit Meyer sowie Rudi Zingler, Ela Dölemeyer, Julia Kloess, Birgit Meyer und Karin Tangemann entgegen.

Die anderen Preise erhielten   Gabi Arians als Leiterin der Kindertagesstätte „Alte Dorfschule“ in Hatterwüsting für die berufliche Förderung von Menschen mit Behinderungen sowie Sybille Gimon als Leiterin des Inklusionschores „OL-Inklusive“ Kirchhatten. Simon trat während der Feier mit ihrem Chor auf und begeisterte das Publikum. Als Laudatoren waren Silke Winkler (Kreisbehindertenrat) sowie Wolfgang Sasse und Hilko Finke (beide Kreistag) vertreten.

Landrat Harings hatte eingangs betont, dass „drei wirklich bemerkenswerte inklusive Ansätze“ ausgezeichnet werden, jedoch alle 20 Bewerber einen wichtigen Beitrag zur Inklusion leisteten und dies auch wertgeschätzt werden soll. „Inklusion heißt Vielfalt akzeptieren und leben – dies zeichnet den Landkreis aus, und darauf dürfen wir stolz sein“, so der Landrat.

Jedem Mensch solle mit Respekt und Toleranz begegnet werden, mitsamt seinen Schwächen und Stärken. Das zeichne eine Gesellschaft aus und nur das mache eine Gesellschaft stark. Harings: „Die Devise lautet: keine Ausgrenzung, sondern gleichberechtigte Teilhabe. Dafür müssen wir uns einsetzen.“

Er erinnerte an die 2009 in Kraft getretene UN-Konvention über Rechte von Menschen mit Behinderungen. Für Harings war das ein Meilenstein in der Behindertenpolitik. Um die Umsetzung der UN-Konvention zu fördern und mit Leben zu füllen, wurden gemeinsam von Menschen mit und ohne Behinderungen Handlungsempfehlungen für den Landkreis erarbeitet, die „gute und praktikable Anregungen zur Umsetzung aufzeigen“. „Viele Menschen haben sich im Landkreis Oldenburg auf den Weg gemacht und engagieren sich fortwährend für die Umsetzung der UN-Konvention“, lobte der Landrat.