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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Von Inklusion bis Plattschnacken

12.10.2017

Wildeshausen Den umgebauten Niedersächsischen Landtag werde er am 27. Oktober in jedem Fall noch im alten Amt eröffnen, sagte Bernd Busemann (CDU) am Mittwoch auf die Nachfrage, wie es denn nach dem Wahlsonntag am 15. Oktober mit ihm weitergehen werde. Und ob es eine Große Koalition geben werde? „Weiß man nicht“, lautete die lapidare Antwort.

Der Landtagspräsident sprach auf dem Marktplatz in Wildeshausen. Unter den Gästen auch die CDU-Landtagswahlkandidaten Anne-Marie Glowienka und Karl-Heinz Bley sowie die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. Der CDU-Politiker aus dem Emsland ging nach seiner Rede auch auf Fragen der Zuhörer ein.

Eines der großen Themen war die Förderschule: Busemann, der einst als Kultusminister dafür gesorgt hat, dass aus der „Sonder-“ eine „Förderschule“ wird, sprach sich für deren Erhalt aus. Inklusion in Schulen solle man nicht „im Schweinsgalopp“ umsetzen, wenn nicht die entsprechenden Ressourcen da seien. Als es um die Unterrichtsversorgung an Schulen ging, meldete sich Silke Müller, Leiterin der Waldschule Hatten, zu Wort: „Die Schulpolitik ist eine Katastrophe.“ Sie forderte die Politiker auf, auf die Lehrkräfte und Schulverwaltung zuzugehen: „Reden Sie mit uns, nicht nur über uns.“ Sie bat Busemann: „Finden Sie eine Lösung für diese desaströse Situation.“

Einen kurzen kulturellen Diskurs liefert Landwirt Friedrich Ahlers. „Plattdeutsch wird vernachlässigt“, kritisierte er. Seine Anregung: Die Politik müsse etwas dafür tun, dass diese Sprache in der Region erhalten bleibe.

Auch Wildeshausens Altbürgermeister Manfred Rollié (CDU) kam mit Busemann ins Gespräch. Das Thema, das ihm unter den Nägeln brannte, bewegt Kommunalpolitiker seit mehreren Jahren: Die Zuständigkeit für die Gemeinde Hatten soll vom Amtsgericht Oldenburg nach Wildeshausen verlagert werden. Bereits in 2010 gab es dazu einen Ratsbeschluss. Der Justiz-Verein Landkreis Oldenburg hatte zudem eine Petition organisiert. Rollié betonte im Gespräch mit Busemann, dass ihm etwas an der Zuständigkeits-Verlagerung liege. „Wir sind so verblieben, dass wir nach der Landtagswahl noch mal miteinander darüber sprechen“, sagte der Altbürgermeister anschließend.

Busemann hob hervor, wie wichtig es sei, an die Wahlurne zu gehen. „Demokratie kann nur gelingen, wenn jeder mitmacht. Wenn die Wahlbeteiligung knapp ist, profitieren die Radikalen davon.“ Es sei zudem das „höchste Glück auf Erden“, Volksvertreter zu sein.


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