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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

„An Schabböge macht jeder, was er will“

21.10.2017

Wildeshausen Und wieder einmal hat die Abbruchkante der Hunte im Bereich des Wohngebiets Schabböge die Wildeshauser Politik beschäftigt. Hier schwelt seit längerem eine Kontroverse zwischen einigen Grundstücksbesitzern, die den öffentlichen Weg hinter ihren Gärten nicht länger dulden wollen, sowie Teilen der Bevölkerung und Politik.

Insbesondere der unabhängige Ratsherr Karl Schulze Temming-Hanhoff hat es sich zum Ziel gesetzt, den Trampelpfad zu erhalten. Schärfste Kritik hatte er deshalb am Beschluss des Verwaltungsausschusses (VA) geäußert, den Weg einfach dicht pflanzen zu lassen (die NWZ berichtete).

Die damit verbundenen Vorwürfe nimmt Bürgermeister Jens Kuraschinski nach eigenem Bekunden ernst und möchte erst nach rechtlicher Prüfung mit dem Bepflanzen des Weges beginnen.

Ergänzend zum öffentlichen Grün soll zudem verschärft darauf geachtet werden, dass die Bewohner auch auf ihren eigenen Grundstücken der Pflanzpflicht nachkommen. Um einen freien Blick auf die Hunte zu haben, ist das nämlich nicht überall eingehalten worden.

Davon möchten sich zwei Anlieger jedoch befreien lassen. Das wiederum sorgte für ein geteiltes Echo im Ausschuss. Hermann Hitz und Heiner Spille (beide UWG) rieten von der Befreiung ab und sprachen sich für einen Erhalt von Weg und Sichtschutz aus. Auch Marko Bahr (FDP) meinte, Recht müsse Recht bleiben. „Hier macht offenbar jeder, was er will, aber schöne Designergärten entsprechen nun mal nicht den Vorgaben“, kritisierte er. Sonja Plate (CDU) wehrte sich dagegen, hier eine reine Bauchentscheidung zu treffen, und enthielt sich deshalb ebenso wie Walter Panschar (SPD), der „die Nase voll“ von dem Thema hatte. Kuraschinski verwies darauf, dass die endgültige Entscheidung über die Befreiung ohnehin beim Landkreis liege, der sich über das Einvernehmen der Stadt hinwegsetzen könne.

Mit vier Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen wurde dem VA schließlich empfohlen, den beiden Anliegern das Einvernehmen für die abweichende Gartengestaltung zu erteilen.

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