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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

CDW-Vertreter erklären sich

17.09.2018

Wildeshausen Politik-Talk in der Wildeshauser Bahnhofsvorhalle: Rund 25 Mitglieder und Freunde der Wildeshauser CDU kamen am Sonntag zusammen, um mit dem Vertretern der CDW („Christliche Demokraten für Wildeshausen“) die Chancen für eine Rückkehr in die Ratsfraktion der Union auszuloten. Ziel der CDW sei es, vor dem gesamten CDU-Stadtverband die Beweggründe darzulegen, die zum Austritt aus der CDU-Fraktion geführt haben, wie CDW-Fraktionschef Stephan Rollié sagte. Bei dem nicht-öffentlichen Treffen im Bahnhof seien Unterschriften zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes gesammelt worden. Die Zahl der Unterzeichner nannten die CDW-Vertreter aber nicht.

Im Frühjahr hatten Rollié, Bernhard Block, Gudrun Brockmeyer und Stefan Brors die CDU-Fraktion verlassen und die CDW gegründet. Jens-Peter Hennken und Frank Stöver folgten. Als Grund führten sie den Führungsstil des CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Sasse an. Die Debatte um den Tausch von Hunteschule und St.-Peter-Schule habe mit der CDW-Gründung „rein gar nichts zu tun“, so Hennken. Das habe man auch im Bahnhof deutlich gemacht.

Rollié sprach von einer guten Veranstaltung am Sonntag. Teilweise habe es sehr emotionale Stellungnahmen gegeben. Der Tenor sei aber eindeutig gewesen: „Die Einheit der CDU muss erhalten bleiben!“ Die Hoffnung sei aber kleiner geworden, nachdem der CDU-Kreisvorstand ein Parteiausschlussverfahren gegen fünf CDW-Vertreter eingeleitet hat. „Die Entscheidung macht es schwer, wieder zusammenzukommen“, sagte Rollié. Eine Möglichkeit: Bei der Stadtverbandsversammlung fordert eine Mehrheit den Vorstand auf, den Antrag auf Parteiausschluss zurückzuziehen. Hennken zufolge liegt aus Reihen der CDU-Mitglieder bereits ein entsprechendes Gesuch vor.

An diesem Montag will ohnehin der Vorstand des CDU-Stadtverbands über eine Mitgliedersammlung im Herbst beraten, wie Sasse bestätigte.

Die CDW-Vertreter betonten, sie seien stets zu Kompromissen bereit gewesen, um wieder zur CDU-Fraktion zurückzukehren. Jedoch nicht der amtierende Fraktionschef. „An der Tür, die zugeschlagen wurde, steht der Name Sasse“, erklärte Hennken. Brockmeyer zitierte aus einer an sie und Brors gerichteten E-Mail des CDU-Chefs. Dort heißt es: „Die Mitglieder der CDU-Fraktion können sich eine bedingungslose Rückkehr von Stefan Brors und Gudrun Brockmeyer, vor einem Beschluss des Kreises für eine Einleitung des formellen Verfahrens, vorstellen.“ Brockmeyer sagte, das sei „ein unmoralisches Angebot“. Sasse sagte der NWZ, er sei von der Fraktion beauftragt worden, das Gespräch zu suchen. Leider habe es bis zur Sitzung des CDU-Kreisvorstands am Freitagabend keine Erklärung der beiden dazu gegeben.

Wie geht es nun weiter? Das blieb bei dem Treffen im Bahnhof zunächst offen. Die CDW nehme den Wählerauftrag ernst und werde weiterhin CDU-Themen behandeln, erklärten Block und Hennken. Diese Bitte habe auch die Mehrheit der Anwesenden so formuliert. Fraktionschef Rollié schloss nicht aus, dass die CDW eigene Strukturen aufbauen werde, falls es zum Parteiausschluss kommt.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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