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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Wird Westring neuer Stadtkern?

25.09.2019

Wildeshausen Weil bei vielen Wohnungen die sogenannte Mietpreisbindung ausläuft und die Nachfrage steigt, sollten in Wildeshausen bis zum Jahr 2025 jährlich 94 neue Wohnungen entstehen, davon mindestens 46 Mietwohnungen. Das geht aus der Wohnungsbedarfsprognose für die Kreisstadt hervor, die am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt präsentiert wurde.

Demnach steigt die Einwohnerzahl von 19 582 (2016) auf 20 068 im Jahr 2020 und auf 20 311 zum Jahr 2025, wie Uwe Höger von akp-Stadtplanung und Lisa Morgenschweis vom Büro Protze und Theiling (Bremen) darlegten. Die Zahl der Haushalte werde sich von 9245 (2016) auf 9690 (2020) und 10 051 (2025) erhöhen. Für die Jahre von 2021 bis 2025 sei von einem Bedarf an insgesamt 425 neuen Wohnungen auszugehen. Trotz leicht sinkender Einwohnerzahl steige der Bedarf an kleinen Wohnungen für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte.

Die Neuausweisung von Bauland sei aber „keine nachhaltige Strategie“, meinten die Experten, zumal real verfügbare Baulandreserven fast nur noch im Westen der Stadt vorhanden seien.  An siedlungsrandnahen Standorten sollen daher kleinere Neubaugebiete mit unterschiedlichen Qualitäten erschlossen werden. Außerdem müsse eine Verdichtung im Stadtkern unterstützt werden. Gleiches gelte für preisgünstige Mietwohnungen. Höger brachte eine Quote für den sozialen Wohnungsraum ins Gespräch.

Ein weiteres Thema: Die Grundstücke müssten hoch ausnutzbar sein. Entlang der neuen Entlastungsstraße seien auch dreigeschossige Gebäude denkbar. „Eine aktive Wohnungsmarktpolitik vorausgesetzt, müssen für den Zeitraum von 2021 bis 2025 etwa zehn Hektar als neue Wohnbauflächen entwickelt werden“, heißt es in dem Gutachten. Nachverdichtungen seien dabei noch nicht berücksichtigt. Durch die massive Siedlungsentwicklung im Westen (StEM) entstehe die Gefahr, dass die Versorgungsstrukturen am Westring zum neuen Stadtkern ohne städtebauliche Qualitäten werden und die Altstadt ausblutet.

CDU-Ratsherr Wolfgang Sasse sagte, ihm komme die soziale Entwicklung in dem Zahlenwerk zu kurz. Es müsse mehr preisgünstiger Wohnraum geschaffen werden. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass eine Parallelgesellschaft entstehe, ohne dass die Politik regulierend eingreifen könne. Nach Instrumenten, um die Mietpreisbindung zu verlängern, fragte Heiner Spille (UWG). Aus Sicht von Hermann Hitz (UWG) sei das Problem nur schwer zu lösen – es sei denn, die Stadt selbst wolle Sozialwohnungen bauen.

Als „theoretisch“ bezeichnete Bernhard Block (CDW) das Zahlenwerk. Aktuell könne die Stadt die hohe Nachfrage nach Baugrundstücken gar nicht befriedigen. Daher solle sich die Politik in Ruhe überlegen, was sie mit der Wohnungsbedarfsprognose anfangen und wo sie steuernd eingreifen wolle. Das sah der Fachausschuss, der den Bericht einstimmig zur Kenntnis nahm, auch so.

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Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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