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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Sasse wehrt sich gegen „Hetzkampagne“

13.09.2018

Wildeshausen Der Schlagabtausch in der Wildeshauser CDU geht weiter. Der Stadtverbandsvorsitzende und Chef der CDU-Ratsfraktion, Wolfgang Sasse (72), weist die Vorwürfe des Ex-Bürgermeisters, Ehrenbürgers und CDU-Mitglieds Manfred Rollié (88) als haltlos zurück. Rollié habe in den vergangenen sieben Jahren an keiner Fraktionssitzung teilgenommen, könne somit nicht beurteilen, wie die Fraktion arbeite und geführt werde. Für die von den aus der CDU-Fraktion ausgetretenen Ratsmitgliedern und von Manfred Rollié geäußerten Vorwürfe, er handele selbstherrlich, ignorant und arrogant, gebe es keinerlei Belege. Wesentliche Vorgänge würden protokolliert und demokratisch entschieden, so Sasse. „Sofern die Vorwürfe nicht durch eindeutigen Sachvortrag dargelegt werden, ist dieser öffentliche Vorwurf mehr als befremdlich zu bewerten. Vielmehr handelt es sich hier um den Versuch, mich öffentlich zu diffamieren.“

Als Ursprung „dieser Hetzkampagne“ sieht Sasse seine Haltung zum möglichen Tausch der katholischen Sankt-Peter-Schule und der Hunteschule. Dabei geht die Meinung innerhalb der CDU auseinander. In der Ratssitzung im Februar sprach sich Sasse für die Rückübertragung der Hunteschule vom Landkreis an die Stadt aus. Dahinter steht ein möglicher Umzug der Sankt-Peter-Grundschule an die Heemstraße. Andere CDU-Mitglieder, die heute in der CDW-Fraktion vereint sind, wollen die Sankt-Peter-Schule am jetzigen Standort erhalten.

Sasse wehrt sich auch gegen die Behauptung, er habe eine Mediation zwischen den streitenden CDU-Ratsmitgliedern abgelehnt. „Andere Entscheidungsträger in der CDU waren der Ansicht, dass eine Mediation nicht helfen wird“, so Sasse. So hatte unter anderem der CDU-Landesvorsitzende Franz-Josef Holzenkamp mit beiden Seiten gesprochen.

Außerdem, so Sasse, sei kurz vor den Sommerferien, am 27. Juni, eine CDU-Mitgliederversammlung geplant gewesen. Die habe der CDU-Stadtverband aber am 20. Juni wegen der Probleme in der Partei wieder abgesagt.

Nun wird es dennoch eine Informationsveranstaltung für alle CDU-Mitglieder geben. Die Versammlung am kommenden Sonntag, 16. September, hat aber nicht der Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Sasse einberufen, sondern einer seiner Kritiker, der CDW-Fraktionsvorsitzende Stephan Rollié. Er moniert, dass Sasse bis heute keine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten habe, um die CDU-Mitglieder „direkt und umfänglich zu informieren“. Rollié: „Nachdem bekannt wurde, dass der Vorstand des CDU-Stadtverbandes das Parteiausschlussverfahren gegen die aus der CDU-Fraktion ausgetretenen Christdemokraten beantragt hat, werden die Forderungen aus den Reihen der CDU-Mitglieder, die Information und Aufklärung wünschen, lauter.“ Die CDW-Fraktion sehe es als demokratisches Recht der CDU-Mitglieder an, über den Sachverhalt informiert zu werden. „Dabei kann es selbstverständlich unterschiedliche Meinungen geben und andere Sichtweisen“, so Stephan Rollié. „Entscheidend ist aber, dass man sich austauscht und vielleicht sogar Lösungen findet, die die CDU- und CDW-Fraktion wieder zusammenführen.“ Die Info-Veranstaltung für die 160 CDU-Mitglieder beginnt am Sonntag um 11.30 Uhr in der Bahnhofshalle.

Solange die CDU-Fraktion in ihrer Gesamtheit nicht zu einer sachlichen Arbeit zurückkehrt, wird der Beisitzer im CDU-Stadtverbandsvorstand und ehemalige Ratsherr Hans-Uwe Leinemann, wie auch schon zuvor Manfred Rollié, seine CDU-Mitgliedschaft ruhen lassen. Sein Amt als Beisitzer im Vorstand legte er mit sofortiger Wirkung nieder. Bereits vor vier Monaten hatte er dem Vorstand mitgeteilt, dass er sein Amt als Beisitzer bis zu einer Lösung der Krise in der Fraktion ruhen lassen wird.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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