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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Marktplatz in Wildeshausen erhält Kippen-Gully

12.11.2019

Wildeshausen Mit neuen Ideen will die Stadt Wildeshausen dem Abfall-Ärger in der Innenstadt begegnen. Nachgedacht wird über einen „Zigaretten-Gully“, in dem Kippen und Kaugummis gesammelt werden sollen. Auch sollen zu Testzwecken an Mülleimern vor dem Rewe-Markt, dem „K+K“ am Westertor sowie am Bahnhof sogenannte Pfandringe angebracht werden. Das kündigte Daniela Baron vom Stadtmarketing jetzt im Ausschuss für Stadtentwicklung an.

Sie erläuterte die Bemühungen der Stadt im Kampf für eine saubere Umwelt. Seit Anfang Juli sei mit Jens Schmidt (37) ein „Kümmerer“ in der Innenstadt unterwegs, um Zigarettenkippen einzusammeln, zu fegen oder Schilder zu säubern. Schmidts Arbeit stoße auf großen Zuspruch. Die Stadtverwaltung sehe, wo die Müllverursacher seien, und spreche diese gezielt an, sagte Baron.

Ein Problem sei allerdings das Aufsammeln von Zigarettenkippen. Zwar habe der Bauhof, wie von der Politik gewünscht, mittlerweile einen entsprechenden Staubsauger aufgetan. „Besser ist es aber, die Verursacher zum Umdenken zu bewegen“, meinte Baron. Zu Testzwecken solle daher ein „Zigaretten-Gully“, eine gut 30 mal 30 Zentimeter große Blechkiste mit Rost, auf dem Marktplatz im Boden eingelassen werden. In den Niederlanden hätten die Städte damit gute Erfahrungen gemacht. Ratsfrau Hedwig Jüchter (SPD) regte an, die Stadt solle zum Jubiläum 2020 einen „Taschenaschenbecher“, nicht größer als eine Pillendose, auf den Markt bringen.

Die Pfandringe sollen vorerst nicht stadtweit installiert werden, da es unterschiedliche Mülleimerformen gibt. Daher werden sie an drei Plätzen getestet.

Zudem wird die Stadt Wildeshausen einen Fonds im Volumen von 5000 Euro auflegen, um unternehmerisches Engagement für den Verzicht auf Verpackungsmüll zu belohnen. Der Ausschuss empfahl einstimmig, dass die Verwaltung ein Konzept für einen jährlichen Wettbewerb vorzulegen hat. Dabei sollen die Besetzung der Jury, der Kreis der möglichen Preisträger und die Kriterien für die Preisvergabe berücksichtigt werden.

Den entsprechenden Antrag dazu hatte Kreszentia Flauger (Linke) während der Sitzung formuliert. Die Initiative zu dem jährlichen Wettbewerb ging allerdings von der SPD-Fraktion aus. Sie regte an, eine unbürokratische Förderrichtlinie zu erarbeiten. Eine Jury aus Vertretern des Rates, der Verwaltung, der Mittelstandsvereinigung sowie des Handels- und Gewerbevereins könnte beispielsweise über die Prämierung entscheiden. Wildeshausen habe tolle Firmen wie Agrarfrost oder Hoffrogge, die sich in Sachen Umweltschutz viele Gedanken machten, sagte Evelyn Goosmann (SPD).

Rainer Kolloge (UWG) monierte die einseitige Besetzung der Jury: „Wo sind denn die Umweltverbände?“ Wolfgang Sasse (CDU) wollte den Kreis der möglichen Gewinner möglichst weit fassen, so dass beispielsweise auch gute Konzepte der Schulen über den Wettbewerb gefördert werden könnten. Flauger warnte davor, sich zu verzetteln; daher solle die Verwaltung ein Gesamtkonzept vorlegen. Diese Beschlussempfehlung fand eine Mehrheit.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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