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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Umwelt: Anwohner verwundert über Kahlschlag am Kreishaus

25.03.2020

Wildeshausen „Die haben hier einen richtigen Kahlschlag gemacht“, sagt Frank X. (Name der Redaktion bekannt). Der Anwohner der Straße am Fillerberg zeigt auf den idyllischen See hinter dem Wildeshauser Gesundheitsamt. Ufernahe Gehölze sind verschwunden. Der Blick auf den Gebäudekomplex der Kreisverwaltung, der vor allem im Sommer durch das kleine Wäldchen „verbaut“ war, ist nun frei. Was den Anlieger aber mindestens ebenso ärgert: Aus mehreren Richtungen habe er gehört, dass Teile des Sees zugeschüttet werden sollen zugunsten des Kreishausanbaus. Doch bis heute habe die Kreisverwaltung die Anlieger nicht informiert.

Im Gegenteil: Während der Kreis in großem Maße Bäume fällen lässt, teilt er den Anwohnern per Brief am 28. Februar mit, dass es sich beim See „mit hoher Sicherheit ein nach Paragraf 30 Bundesnaturschutzgesetz geschütztes Biotop“ handelt. Und weiter: „Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die bisherige Nutzung und Pflege der Flächen erlaubt ist, jedoch alle Handlungen, die zur Zerstörung oder sonst erheblichen Beeinträchtigungen führen (beispielsweise zusätzliche Entwässerung, Kahlschlag), verboten sind“.

„Eine bodenlose Frechheit“, sagt Anlieger Frank X. „Wir als Anwohner hätten uns vom Landkreis, bei solchen großflächigen Eingriffen, eine andere Informationspolitik gewünscht.“

Baudezernentin Eva-Maria Langfermann widerspricht: „Wir schütten den Teich nicht zu.“ Der Landkreis wolle den Parkgedanken erhalten. Die Pflegemaßnahmen seien allerdings schon lange geplant gewesen, zum Teil auch ein Wunsch der Anwohner. Der Sturm habe zahlreiche Erlen beschädigt. Um nicht in die Brut- und Setzzeit zu kommen, sei die Maßnahme recht schnell umgesetzt worden. Vieles wachse aber wieder nach. Langfermann bestätigte, dass per Bebauungsplan für die angrenzenden Privatgrundstücke festgesetzt wurde, dass Bäume mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern und mehr geschützt seien. Für den Kreis selbst gelte diese Regelung nicht, da es sich bei dem Areal um eine „Gemeinbedarfsfläche“ handele. Nach Angaben der Baudezernentin werde der Landkreis über den Kreishausanbau die Anlieger – voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte – informieren. Doch angesichts der Corona-Krise stockten die Planungen derzeit.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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