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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Parteien einig im Kampf gegen den Müll

16.03.2019

Wildeshausen Wenn es um den Umweltschutz in der Innenstadt, aber auch in den Außenbereichen geht, zieht die Wildeshauser Politik an einem Strang: Einstimmig brachte der Ausschuss für Stadtentwicklung am Donnerstagabend eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg. So sollen eine zusätzliche Reinigungskraft für die Innenstadt beschäftigt, mehr Mülleimer aufgestellt und sogenannte Pfandringe an Mülleimern installiert werden. Auf Antrag der UWG soll ein Sauger für die Beseitigung von Zigarettenkippen beschafft werden.

Dem umfangreichen Beschluss gingen Anträge von SPD und CDW voraus. Besonders beeindruckt zeigten sich die Ausschussmitglieder allerdings von dem Bericht von Mareile Wolf und Andreas Kühling. Die beiden Wildeshauser hatten gemeinsam im Kino den Film „A Plastic Ocean“ gesehen. Das war für sie der Anstoß, etwas gegen die Verschmutzung zu tun. Auch wenn es nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“ sei, wie Kühling meinte. Unter dem Motto „Sauberes Wildeshausen“ sammelt das Duo seit einigen Monaten ehrenamtlich Müll und informierte im Ausschuss über besonders verschmutzte Ecken in Wildeshausen. „Hot Spots“ seien unter anderem die Düngstruper Straße, das ehemalige Euronics-Gelände am Westring, der Krandel, der Bahnhof und die Umgebung des Krankenhauses Johanneum.

Die Vertreter der Parteien sparten nicht an Lob: „Die Stadt braucht mehr Bürger wie Sie“, dankte Rainer Kolloge (UWG). Von „absoluter Hochachtung“ sprach Sonja Plate (CDU). Jens-Peter Hennken (CDW) meinte: „Ihr seid Vorbilder in der Stadt!“ Ein „fantastisches Engagement“ sah Klaus Schultze (Grüne). Hedwig Jüchter (SPD) sagte: „Hut ab vor der Eigeninitiative“ und Gudrun Brockmeyer (CDW) lobte: „Schön, dass es Euch gibt!“

Der Unrat könne sich negativ auf den Tourismus auswirken, befürchtete Hennken: „Wildeshausen ist von Sauberkeit so weit entfernt wie Sylt von einem Skigebiet.“ Ebenso wie Rainer Kolloge (UWG) empfahl er, dass die Verwaltung nach einem halben Jahr berichtet. Sonja Plate sagte, es gehe um ein verändertes Bewusstsein unter den Bürgern. Daran könne eine weitere Kraft vermutlich wenig ändern. Es reiche auch nicht aus, mit Plakaten durch die Stadt zu laufen. Besser wäre es, auch einmal den Müllbeutel in die Hand zu nehmen spielte sie auf die Demos „Fridays for Future“ an. Klaus Schultze (Grüne) meinte, dieser Umgang mit den engagierten Jugendlichen sei „unfair und unangemessen“. Auch das Reporting lehnte er ab: „Sonst berichtet sich die Verwaltung noch mal zu Tode.“

Letztlich war sich der Ausschuss aber einig und nahm die Verwaltungsempfehlung an. Danach wird zu Testzwecken eine geringe Zahl von Pfandringen angeschafft, wie es die SPD angeregt hatte. Woldemar Schilberg (SPD) sagte, es sei unwürdig, wenn Menschen in Mülleimern nach Flaschen wühlten, um mit dem Pfandgeld möglicherweise ihre Rente aufzubessern. Eine deutliche Mehrheit fand auch der Antrag von Sonja Plate. Sie hatte angeregt, dass das Stadtmarketing gemeinsam mit Wolf und Kühling einen Flyer oder Aktionen zur Müllvermeidung entwickelt.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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