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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Nachruf: Zurückhaltend und immer auf Ausgleich bedacht

28.06.2010

GANDERKESEE Ein „typischer Politiker“ ist Hans Mestemacher wohl nie gewesen. Zurückhaltend, ein Mann des leisen Töne, ausgleichend, dabei stets Sozialdemokrat durch und durch – und sehr menschlich. Am Wochenende ist der Kreistagsabgeordnete und langjährige Vorsitzende der Ganderkeseer SPD-Fraktion, der Mitstreiter bei Radius und beim Weltladen, unerwartet im Alter von 70 Jahren gestorben.

Das Parteibuch der SPD war Johannes Mestemacher nicht in die Wiege gelegt. Geboren in der Bauerschaft Wenstrup (Kreis Vechta), Besuch des Gymnasiums Antonianum in Vechta, Abbruch der Schule, Beginn einer kaufmännische Lehre in einem Eisenwaren-Handel. 1967 dann die Zäsur: Hans Mestemacher holte das Abitur nach, begann das Studium der Sozialwissenschaften in Göttingen. Fasziniert von der Ostpolitik Willy Brandts, befasste er sich intensiv mit der Geschichte der Sozialbewegung – und trat 1969 in die SPD ein.

Sechs Jahre später zog Mestemacher, mittlerweile Berufsberater beim Arbeitsamt Bremen und liiert mit „seiner“ Elke, nach Ganderkesee. Er engagierte sich in Parteiämtern, seit 1988 auch im Rat. Die größte Herausforderung kam aber erst im November 1996: Die SPD-Fraktion stand nach der gescheiterten Wahl von Hans-Christian Schack zum Bürgermeister vor einem Scherbenhaufen. Mestemacher sollte als neuer Fraktionsvorsitzender kitten. Und er tat mehr. 13 Jahre lang führte er die Fraktion.

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2009 begann Hans Mestemacher, sich von Ämtern zurückzuziehen. Er wollte mehr Zeit fürs Private haben. Viel Zeit war ihm nicht vergönnt.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Andreas Kowitz, sagte, Hans Mestemacher, sei ein „Sozialdemokrat, wie er im Buche steht“ gewesen, und habe seine Überzeugung auch gelebt. So seien viele soziale Projekte von ihm begleitet worden. Sein Tod hinterlasse in der Ganderkesee Rats- und in der Landkreis-Politik eine große Lücke. Christel Zießler, die Mestemacher aus langjähriger Zusammenarbeit in der Gemeinderats- und Kreistagsfraktion kennt, würdigte ihn als Mann, der immer versucht habe, Menschen zusammenzuführen.

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