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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Politik

Elfjährige begrapscht – Mehr Aufsicht in Hallenbad

13.04.2016

Hude Was da am Sonntag, 3. April, nachmittags im Huder Hallenbad passierte, sei ein schrecklicher und ungeheuerlicher Vorgang, sagte am Dienstag Bürgermeister Holger Lebedinzew. Wie die NWZ  berichtete, war ein elfjähriges Mädchen im „Babybecken“ des Schwimmbades von einem unbekannten Mann am ganzen Körper unsittlich berührt worden.

Der mutmaßliche, bislang noch unbekannte Täter wurde laut Polizei vom Erscheinungsbild her als „nordafrikanisch“ beschrieben. Die Ermittlungen dauern an. Zum laufenden Verfahren könne derzeit nichts gesagt werden, so die Polizei auf NWZ-Nachfrage.

Es waren Mitarbeiter des Hallenbadteams, die den Mann am 3. April ansprachen, nachdem sie von dem Mädchen und ihrer Freundin erfahren hatten, was passiert war. Die Verständigung war offenbar schwierig. Der Unbekannte verließ das Hallenbad, als das Wort „Polizei“ fiel. Die Eltern wurden informiert, die Polizei eingeschaltet. Das Personal habe sich in dieser Situation auch aus Sicht der Polizei richtig verhalten, betonte Lebedinzew am Dienstag.

Es soll sehr viel Kritik auf das Personal niedergeprasselt sein. Vor allen Dingen in sozialen Netzwerken, weil aus der Polizeimeldung nicht ersichtlich gewesen sei, dass sich das Personal gekümmert habe. Stattdessen sei nach zwei Frauen gesucht worden, die sich ums das Mädchen kümmerten. Das waren aber Mitarbeiterinnen des Hallenbadteams.

Nach der Sanierung laufe das Huder Bad seit einem halben Jahr wieder im Vollbetrieb. Bislang sei der schlimme Vorfall am 3. April der einzige der Gemeinde bekannte Fall, so Lebedinzew.

Das Hallenbad ist für ihn eine wichtige Sport- und Integrationsstätte. Das Bad werde auch von Flüchtlingen und Migranten gerne genutzt. Sie zahlten ihren Eintritt und verhielten sich unauffällig. Alle seien sehr umgänglich, stelle das Team des Bades immer wieder fest, sagte Schwimmmeister Stefan Müller.

Gedanken gemacht hat man sich, wie die Sicherheit im Hallenbad noch stärker gewährleistet werden kann. Rechtlich ist die derzeitige Besetzung mit einem Schwimmmeister und einer Reinigungskraft pro Schicht in Ordnung. Weil das zweiköpfige Team nicht immer alles im Blick haben kann – das Kinderbecken ist schwierig einzusehen – soll nun eine weitere Aufsichtsperson als Aushilfskraft eingestellt werden. „Damit wir zwei Augen mehr haben und so etwas ein weiteres Mal nicht vorkommt“, so Lebedinzew.

Am vergangenen Wochenende hatte das Team bereits Verstärkung durch eine kurzfristig engagierte Aushilfskraft am Beckenrand.