Erst hatte sich Solveig Backhaus diese Aufgabe gar nicht zugetraut: Vorsitzende des Ganderkeseer Jugendparlamentes. Doch zwei Jahre Mitgliedschaft reichten, um die heute 16-Jährige zu überzeugen. „Ich habe gemerkt, dass diese Aufgabe viel Spaß machen kann“, blickt sie zurück. Und als am 27. November vergangenen Jahres Neuwahlen anstanden, stellte sich Solveig zur Wahl und gewann. Seitdem vertritt sie die Interessen der Jugendlichen gegenüber der Gemeinde. Eine „schöne Aufgabe“, wie die Zehntklässlerin des Gymnasium Ganderkesee meint: „Man kann versuchen, das durchzusetzen, was einen selber interessiert.“ Und das hat bisher recht gut geklappt. Sein es Probleme mit den Schulbussen oder in den Jugendzentren. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt gut“, lobt Solveig.
Politisches Engagement ist im Hause Backhaus kein Fremdwort. Solveigs Vater, Peter Backhaus, ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat. „Vielleicht habe ich das ja von meinem Vater“, schmunzelt die 16-Jährige. So wie der Vater seine Tochter beeinflusst hat, ist Solveig das bereits mit einer Freundin gelungen. Als sie den Vorsitz im Jugendparlament übernommen hat, ist Freundin Maren Kellner neugierig geworden. „Seitdem ist auch sie mit dabei“, freut sich Solveig. Ginge es nach ihr, sollten sich mehr Jugendliche politisch engagieren. Auch das Jugendparlament könnte noch mehr Mitglieder gebrauchen. Viele Jugendliche seien zwar für Veränderung, wenn es aber ums Handeln geht, kneifen sie. „Ihre Vorschläge sind nicht umsetzbar oder sie haben erst gar keine“, bedauert sie.
Wenn die Ganderkeseerin sich nicht mit Planungen für das Jugendparlament beschäftigt, findet man sie auf dem Sportplatz. Beim TSV Ganderkesee ist Solveig Mitglied der Leichtathletik-Abteilung. Zwei Mal in der Woche wird trainiert, am liebsten für die 800 Meter, das nämlich ist ihre Lieblingsdisziplin. Auch das Klavierspielen zählt zu ihren Hobbys. Seit dem zehnten Lebensjahr übt sie – „mal mehr, mal weniger fleißig“ – Stücke ein.nch
Solveig Backhaus
Schülerin
