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Praxisübung in Ahlhorn Studenten der Jade Hochschule vermessen Ahlhorner Fischteiche

Mobile Office statt Home-Office: Die Geodäsie-Studierenden lernten unter anderem die Sensorik eines autonom fahrenden Wasserfahrzeugs kennen. Es erfasst mittels Echolot linienförmige Tiefeninformationen der Lethe-Talsperre.

Mobile Office statt Home-Office: Die Geodäsie-Studierenden lernten unter anderem die Sensorik eines autonom fahrenden Wasserfahrzeugs kennen. Es erfasst mittels Echolot linienförmige Tiefeninformationen der Lethe-Talsperre.

Lena Wiegand

Ahlhorn - Studierende der Jade-Hochschule am Campus in Oldenburg haben für zwei Wochen eine Vermessungsübung an den Ahlhorner Fischteichen durchgeführt. Die Niedersächsischen Landesforsten hatten die Anregung gegeben, die wasserarmen Teiche in ihren dreidimensionalen Ausmaßen zu erfassen und das Volumen der Teiche zu ermitteln.

Erfahrung durch Praxis

Das teils dicht bewachsene Messgebiet wurde von 52 angehenden Geodätinnen und Geodäten (Fachpersonen für Vermessungswesen) gruppenweise mit Hilfe verschiedener Messinstrumente erfasst. Erstmals kam dabei auch ein autonom fahrendes Wasserfahrzeug zum Einsatz, um den Teichgrund zu erfassen. Da die Lehrveranstaltungen in diesem Semester größtenteils online stattfanden, freute es die Studierenden umso mehr, die wichtige Praxiserfahrung machen zu können. „Die Messwoche in der Natur ist ein Highlight im Studium. Das Gelände ist vielfältig und das Messen an und in Gewässern eine neue Erfahrung“, sagt Student Lennart Schwager.

Die Ergebnisse dienen als Datengrundlage für hydrologische Auswertungen. Seit Jahren verzeichnen die Fischteiche einen Rückgang des Wasserstands und damit einhergehend eine Verlandung der Teiche.

„Unser Ziel ist es, das Wassersystem der Fischteiche gänzlich zu verstehen“, erläutert der Förster für Waldökologie, Jörn Schöttelndreier, von den Niedersächsischen Landesforsten. Dies sei wichtig, um dem Wassermangel mit Maßnahmen entgegen zu wirken und so die Artenvielfalt des Gebiets zu erhalten.

Wichtige Ergebnisse

Um das zu erreichen, arbeiten die Niedersächsischen Landesforsten seit 2015 mit der Jade-Hochschule zusammen. „Es ist eine Win-Win-Situation: Den Studierenden bietet sich ein umfangreiches Messgebiet, das auch Herausforderungen mit sich bringt. Diese Praxiserfahrung ist wichtig für sie. Dass die Ergebnisse im Anschluss sinnvoll weiterverwendet werden, rundet das Ganze ab“, sagt Tobias Berndt, verantwortlicher Dozent.

Das Modul „Hauptvermessungsübung“ ist eine Veranstaltung des Studiengangs „Angewandte Geodäsie“. Die praktischen Übungen werden in Kooperation mit Behörden durchgeführt.

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