Sie nennen sich „Senilos“, dabei haben die meisten erst knapp die 30-Jahr-Grenze überschritten. Früher hieß des Wildeshauser Jugendzentrum „Jott-Zett“ auch „Spontidrom“, wie Gerrit Knocke, ehemaliger Leiter des Jugendzentrums, erläuterte. Jährlich kommen einen Tag vor Heiligabend rund 30 „Ehemalige“ aus allen Teilen Deutschlands zusammen, um an alter Wirkungsstätte in Erinnerungen zu schwelgen. „Der Name Spontidrom ist damals entstanden, weil immer irgendwas spontan gemacht wurde“, so Knocke. An einer beliebten Einrichtung, dem Tischkicker, kamen dann auch die alten Reflexe wieder zum Vorschein. „Drehen ist verboten. Das war es damals schon“, legten die „Senilos“ fest. Manches ändert sich eben nie.
Ich habe zum ersten Mal einen großen Gewinn gemacht“, freute sich Susanne Peters. Die 48-Jährige aus Dünsen erhielt Heiligabend aus den Händen von Inge und Tom Lagerpusch den 2. Preis der Weihnachtstombola des Rotary-Clubs, eine Luxus Damenuhr im Wert von 1150 Euro. Der Juwelier Meyer & Rademacher hatte den Preis zur Weihnachtstombola, die mit Unterstützung des Handels- und Gewerbevereins (HGV) durchgeführt wurde, gespendet. Auch Johannes Lenzschau, Vorstand Handel im HGV, war zur Preisübergabe gekommen. „Viele Gewinner haben sich ihre Preise bereits abgeholt“, berichtete er. Der Reinerlös von 15 000 Euro geht (wie berichtet) an bedürftige Familien sowie an Kindergärten.
Insgesamt 45 Geschenke haben Kunden des Wildeshauser Fitnessstudios „Injoy-med“ für bedürftige Kinder in Wildeshausen gekauft. Rechtzeitig vor Weihnachten gab es die Bescherung: Alexander Kokott streifte sich das Weihnachtsmannkostüm an. Maike Pelz, Auszubildende im zweiten Lehrjahr, half mit, den Kindern der Wildeshauser Tafel ihre Präsente zu überreichen.
Als Weihnachtsmann, allerdings nicht im roten Mantel, war an Heiligabend auch Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi unterwegs. Er besuchte die Wache des Polizeikommissariats auf der Herrlichkeit sowie die Rettungswache der Malteser, um sich für deren Arbeit, insbesondere an den Feiertagen, zu bedanken. Auf der Polizeiwache hatte – wie im Vorjahr – Polizeikommissar Detlef Zerbst Dienst, als Shahidi anklingelte. Auch Jessica Marischen und René Ernst freuten sich über den großen Korb voller Süßigkeiten.
Freie Plätze gab es in der Alexanderkirche am Familiengottesdienst zum Heiligabend kaum noch. Selbst in den Seitenschiffen des Gotteshauses waren die Bänke gut gefüllt. Die musikalische Gestaltung lag unter der Leitung von Kantor Ralf Grössler in den Händen des Spatzenchors und des Kinderchors der Singschule. Aufgeführt wurde auch die Weihnachtsgeschichte.
