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„Wunderburg 2“ in Prinzhöfte Sechs neue Windräder bis Ende 2022

Prinzhöfte - Der „Windpark Wunderburg 2“ in der Gemeinde Prinzhöfte kann gebaut werden. Alle notwendigen Genehmigungen liegen vor, derzeit laufen die Bauplanungen.

Was ist in der Gemeinde Prinzhöfte geplant ?

Sechs neue Windkraftanlagen mit bis zu 210 Metern Höhe (bis Flügelspitze) sollen errichtet werden. „Es werden die gleichen Anlagen wie in der Nachbarschaft werden, wie beispielsweise in Uhlhorn oder Haidhäuser“, erklärt Ekkehard Darge, Projektleiter beim zuständigen Windpark-Unternehmen WPD. Den notwendigen Bebauungsplan hat der Rat der Gemeinde Prinzhöfte im März 2019 verabschiedet.

Was ist bisher in Sachen Windkraft passiert ?

Mit der 16. Änderung des Flächennutzungsplans hatte die Samtgemeinde Harpstedt 2016 insgesamt 570 Hektar als zusätzliche Potenzialflächen für Windenergie ausgewiesen. Am stärksten betroffen ist die Gemeinde Prinzhöfte mit Flächen nördlich der A 1 (405 ha) sowie südlich der A 1 in Wunderburg (76 ha) und Schulenberg (11 ha). Auf den beiden letztgenannten Flächen soll nun der „Windpark Wunderburg 2“ entstehen.

Mit dem Zuschlag durch die Bundesnetzagentur ist seit Ende Dezember die letzte Formalität erledigt, alle Genehmigungen liegen vor.

Welche vorbereitenden Maßnahmen stehen an ?

Noch bevor es mit dem Bau des Windparks losgeht, stehen die Ausgleichsmaßnahmen an. „Den Wiesenvögeln sollen attraktive Brutmöglichkeiten geboten werden, damit sie umsiedeln“, erklärt Darge. Anschließend beginne der Wegebau. Überwiegend Gemeindewege müssten ertüchtigt werden.

Wann genau damit begonnen wird, hängt noch davon ab, wann die Windkraftanlagen geliefert werden können. „Die Anlagen kommen von der Firma Vestas aus Dänemark. Einen genauen Liefertermin gibt es noch nicht“, sagt Darge. Coronabedingt könne es zu Verzögerungen kommen, aber höchstens minimal, sagt der Projektleiter: „Vielleicht falls es Engpässe beim Personal gibt. Ansonsten gibt es eher Engpässe, weil weltweit die Nachfrage nach Windkraftanlagen steigt“, weiß der Projektleiter.

Wie sieht der Zeitplan für den Windpark aus ?

Die ersten Bauarbeiten für den Windpark sind die Fundamentarbeiten. Erst wenn diese ausgebaggert und gegossen sind, werden die größeren Teile angeliefert. Diese werden über Nacht zur Baustelle gebracht, wenn weniger Verkehr unterwegs ist. „Wir haben die Strecke so gelegt, dass wir nicht direkt an Gebäuden vorbeikommen“, sagt Darge. An der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord werden die Lkw die Autobahn verlassen, dann über Simmerhausen direkt zum Windpark fahren. „Die langen Rotorblätter werden wohl im zweiten Halbjahr 2022 angeliefert“, schätzt der Projektleiter.

Fertig sein sollen die sechs Anlagen Ende 2022. Wenn möglich gehen erste Anlagen schon früher ans Netz. „Die werden nacheinander freigeschaltet. Sobald sie fertig gebaut sind, kommen die Elektriker und schließen Anlage für Anlage an“, erklärt Darge.

Wem gehören die Windkraftanlagen ?

Drei der Windkraftanlagen werden von den Grundeigentümern übernommen, zwei sind im Besitz der WPD. „Eine Anlage wird außerdem als Bürgeranlage angeboten“, sagt Darge. Interessenten aus der Samtgemeinde Harpstedt könnten sich beteiligen, allerdings erst wenn die Anlage steht. „So können Risiken komplett ausgeschlossen werden“, sagt Darge. Spätestens im nächsten Jahr wolle man die Bürger über die Möglichkeiten informieren.

Wie viel Strom wird in „Wunderburg 2“ erzeugt ?

Mit den sechs Anlagen könnten in einem Jahr über 60 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt werden. „Das reicht aus, um rund 20 000 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen“, rechnet Darge. Zur Einordnung: In der Samtgemeinde Harpstedt leben insgesamt knapp 11 000 Einwohner.

Gloria Balthazaar
Gloria Balthazaar Redaktion Wildeshausen
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