Huntlosen - (Grund-)Wasser erhöhen und gleichzeitig Artenvielfalt stärken: So lautete das Thema einer Radtour der Grünen rund um Huntlosen mit 19 Teilnehmern. „Fast täglich ist in den Medien zu lesen, dass der Grundwasserstand kontinuierlich sinkt“, sagt Ratsherr Eduard Hüsers laut Pressemitteilung.

In den Niederungen der Hunte zwischen Gut Sannum und Husum befinden sich mehrere Kleinstgewässer wie der Huntloser Bach, der Wasserzug Dehland sowie kleinere Teiche. Dort wurde aufgezeigt und diskutiert, wie mit wenig Aufwand die Bedingungen für mehr Grundwasserneubildung und Artenvielfalt verbessert oder gar neue Lebensräume geschaffen werden könnten. So könne zum Beispiel durch Verzicht auf unnötige Maßnahmen wie das wurzelnahe Ausmähen von Gräben im Hochsommer schon viel für mehr Artenvielfalt erreicht werden. Klaus Benthe (Förster a.D.) erklärte, dass das Anlegen von Vertiefungen in Bachläufen oder eine Verbreiterung helfe, neue Lebensräume zu schaffen.

Wasser und die Reinigung der Bachläufe und Gräben waren an jeder Station Thema. Die Gruppe stellte fest, dass den kleinen Fließgewässern mehr Platz gegeben und weniger gemäht und gereinigt werden müsse. Weiter seien fischgängige Staustufen mit Steinen oder Totholz erforderlich; denn derzeit fließe das Wasser über die Bäche und Gräben zu schnell in Richtung Nordsee ab. „Das Wasser nach Starkregen schnell wieder loszuwerden, scheint aber immer noch das Konzept zu sein“, so Hüsers.

Diesbezüglich müssten die Konzepte dringend geändert werden. Von der Quelle aus gedacht seien mehr Versickerungsflächen erforderlich. Gräben sollten auf ein Minimum zurückgebaut werden. So vor Ort gehaltenes Wasser trage zu mehr Bodenfeuchtigkeit und Grundwasserneubildung bei, was angesichts zunehmender Trockenperioden von immer größerer Bedeutung sei. „Das sollte im Interesse aller sein, und damit müssen wir morgen anfangen“, so Hüsers abschließend.