Wildeshausen - Wo normalerweise auf rund 3000 Quadratmetern Spielfläche Kinder toben, herrscht momentan gespenstische Stille. Der Betrieb im Rämmi-Dämmi-Kinderland in Wildeshausen steht bereits seit Mitte März still. Zunächst wegen Corona, dann kam der Wasserschaden.
Betreiberin Christine Bierans wollte eigentlich am 17. Juni wieder öffnen. Doch drei Tage vorher regnete es in Strömen. Das Wasser drückte in die Halle. Wie genau, das weiß Bierans nicht. Als sie den Schaden sah, sei sie zunächst in Schockstarre verfallen, erzählt Bierans. Rund 350 Quadratmeter Teppich waren mit Wasser vollgesogen und mussten rausgerissen werden. Es wurde schnell klar, dass sich die Wiedereröffnung weiter verzögern würde. „Das ist ganz bitter.“
14 Tage lang liefen die Trocknungsapparate Tag und Nacht. Jetzt müssen noch die Wände fertig gemacht und der neue Teppich verlegt werden. „Ich hoffe und bete, dass wir Anfang September öffnen können“, sagt Bierans.
Corona-Lockdown trifft Kinderland
Während des Corona-Lockdowns musste auch das Rämmi-Dämmi schließen. Bierans, die das Kinderland seit 15 Jahren führt, schraubte die Ausgaben so weit wie möglich herunter. Laufende Kosten wie Hallenmiete, Gas und Strom finanziert sie aus Rücklagen. „Ich werde den Verlust auch im nächsten Jahr noch nicht aufholen können“, sagt sie.
Am 8. Juni traten in Niedersachsen Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft, die eine Wiedereröffnung des Kinderlandes möglich machten. Bierans stand in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt, um ein Hygienekonzept zu erarbeiten. Allerdings habe es keine Vorgaben speziell für Indoorspielplätze gegeben. Die ergriffenen Maßnahmen sind eine Mischung aus den Regeln für Gastronomie und Kindergärten. „Die Vorsichtsmaßnahmen sind so, dass sich die Menschen auch wohlfühlen werden.“ Bierans glaubt, dass trotz Corona wieder Gäste kommen werden – sie erhält bereits viele Anfragen. „Wir stehen in den Startlöchern.“
