Eine ungewöhnliche Idee hatte die Holzhauser Fotografenmeisterin Gudrun Brockmeyer anlässlich eines gemeinsamen Schautags mehrerer Wildeshauser Autohäuser: Unter dem Motto „Coole Boys und Girls“ konnten sich Jugendliche in besonderer Pose vom Fotostudio ablichten lassen. Die Kunden sollten die Nachwuchs-Models anschließend bewerten. Die Resonanz war groß: 122 Bewertungen für die 28 Bilder wurden abgegeben, nachdem Brockmeyer und ihre Auszubildende Julia Haalboom die Fotos präsentiert hatten. Die meisten Stimmen entfielen auf den kleinen Leo Winnemöller aus Wildeshausen. Als Dankeschön gibt’s eine Familienaufnahme mit einem 40 mal 50 Zentimeter großen, leinenveredelten Wandbild. Auf Platz 2 landete Tom Hering (Harpstedt) vor Aenne Döllmann
mit Hund.
Großer Andrang herrschte am Wochenende vor und wenig später im Brennereimuseum Wildeshausen: Der Bürgerverein Jever war mit 58 Personen gekommen – mithin die bislang zweitgrößte Besuchergruppe in der Museumssaison 2007. Drei Mitglieder des so genannten „Fuselexpertenteams“ – Heinrich Voß, Karin Holtmann-Kolloge und Karsten Kolloge – zeigten den Gästen, wie im 19. Jahrhundert Schnaps, Danziger Goldwasser, Rum oder andere hochprozentige Spezialitäten erzeugt wurden. Insgesamt zählte der Museumsverein in diesem Jahr bislang 2138 Gäste – und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Am Freitag, 9. November, wird sich der Vorstand des Vereins erste Gedanken über die Veranstaltungen 2008 machen. Führungen durch das Museum können in der dunklen Jahreszeit unter 04222/6517 vereinbart werden.
Einmal fest die Zügel in der Hand halten wollte der Wildeshauser CDU-Ratsherr Ulrich Kramer. Er absolvierte beim amtierenden Mannschaftsweltmeister im Vierergespannfahren, Reiner Duen, und beim ehemaligen Weltmeister, ehemaligen Europameister und ehemaligen Bundestrainer im Gespannfahren, Bernd Duen, in Thüle einen Fahrlehrgang. „Das waren zehn Tage lang Kutsche fahren, von morgens bis abends. Und natürlich Theorie pauken“, sagte der passionierte Jäger. „Es hat alles sehr viel Spaß gemacht.“ Bernd Duen sei übrigens für den Fahrsport das, was Sternekoch Paul Bocuse für die französische Küche ist.
Gleich mit zwei Genossen war der Wildeshauser Ortsverein beim SPD-Bundesparteitag in Hamburg vertreten: Der designierte Ortsvereinsvorsitzende Norbert Roßmann und der stellvertretende Kassierer Holger Busch stürzten sich in die Antragsflut und freuten sich über die Wiederwahl von Parteichef Kurt Beck. Nach der Verabschiedung des neuen Grundsatzprogramms schöpften die Wildeshauser beim Parteiabend Kraft. Roßmann, Busch und seine Lebensgefährtin Vesile Kürtün trafen dort auf einen gut gelaunten Umweltminister Sigmar Gabriel.
Für Verblüffung bei Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sorgte der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Gero von Daniels, der den CDU-Landesverband Oldenburg in der Kommission Umwelt- und Verbraucherschutz der Bundes-CDU vertritt. Die Kommission tagte in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, die unweit der Anwaltskanzlei liegt, in der von Daniels tätig ist. Zur Sitzung fuhr er daher mit seinem Fahrrad. Als der Jurist vor der Geschäftsstelle auf die Familienministerin traf und sie erfuhr, dass er den Landesverband Oldenburg vertrete, stutzte sie kurz und fragte dann heiter: „Sie sind jetzt aber nicht von dort mit dem Fahrrad angereist?!“. Von Daniels ließ die Frage offen und berichtete stattdessen von den vielen schönen Radwegen im Landkreis.
Einen kleinen „Werbeblock“ kündigt neuerdings der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel bei Informationsveranstaltungen der Landesgruppe Niedersachsen an. Er weist stets darauf hin, dass er nicht für Landtagskandidaten werben dürfe. So wurde Axel Brammer (Kirchhatten) bei einer Verstanstaltung zur Pflege lediglich als Unterbezirksvorsitzender begrüßt.
