Eine zeitweise nasse Angelegenheit ist das neue Stück der Speelkoppel Hoyerswege, „Wehe, wenn de nüms stoppt“. Das wissen seit dem Wochenende einzelne Zuschauer in der ersten Reihe, und das weiß vor allem Heike Bremermann im Flüsterkasten. Denn laut Spielplan hat Gerold Otte alias Konrad Düker in einer Szene des witzigen Dreiakters ein Glas Wasser auszuprusten. Wer Gerold Otte kennt, weiß: Der Mann macht keine halben Sachen. Für die nächste Vorstellung, so sinnierte Speelkoppel-Leiter Herwig Kunst, könne man der Topusterschen vielleicht ein Regencape zur Verfügung stellen. Kunst zeigte sich mit den ersten Vorstellungen sehr zufrieden: „Ausverkauft“ war die mit einem Kohlessen kombinierte Premiere am Sonnabend. 140 Gäste waren dazu auf den Hof Kunst gekommen. „Da haben wir alle Stühle zusammengeholt, die wir finden konnten.“ Knapp 100 Gäste besuchten dann am Sonntagnachmittag die Vorstellung Nummer zwei. Hier zeigte vorweg der Nachwuchs der Speelkoppel ein bisschen von dem, was er mit Kord und Karla Struthoff für einen Auftritt bei der AWo Ganderkesee am Sonnabend, 22. Dezember, einstudiert. Tessa Strodthoff, Maite Ziegeler, Saskia Rieck, Iris Timmermann, Desiree Heine, Leonie Heine, Tabea Rieck und Leana Richter trugen Weihnachtliches und auch schon Neujahrsgrüße vor. Übrigens: Herwig Kunst geht davon aus, dass auch in der nächsten Wintersaison (2013) die ersten Vorstellungen wieder bei ihm auf dem Hof stattfinden können, zumal es den Gästen offenbar gefallen habe: „Es ist halt gemütlich bei uns.“
Fleißig gebastelt worden war dieser Tage in Stenum und Schierbrok. Viele Einwohner, darunter auch einige Landfrauen und die Wohngruppe Schierbrok, waren dem Aufruf von C arsten Jesußek und Hillard Bley gefolgt, die Bahnhofstraße weihnachtlich zu dekorieren. Jesußek hatte schon im vorigen Jahr den Anstoß zu der Schmück-Aktion gegeben, seinerzeit war der Abschnitt von der Grundschule bis zum Schierbroker Mühlenweg mit dekorierten Nadelbäumen ausstaffiert worden. In diesem Jahr wurde der Abschnitt bereits deutlich ausgeweitet. Das ehrgeizige Ziel für Dezember 2013: Zwischen Allianz-Hoolt und dem Feuerwehrhaus solle die Straße dann aufs Fest einstimmen, außerdem ist daran gedacht, eine große Tanne an zentraler Stelle aufzustellen. Jesußek bedauerte, dass sich der Orts- und Heimatverein Schierbrok/Stenum bis dato noch nicht eingeklinkt habe. Nach vollbrachter Tat stießen die vielen Helfer erst einmal in einem Zelt vorm Restaurant Lindos mit Glühwein und Kinderpunsch auf 2012 an.
Angestoßen wurde am Sonnabend auch in der evangelisch-methodistischen Friedenskirche Bookholzberg – allerdings mit Kaffee und Tee. Die Kirchengemeinde hatte wieder zum Weihnachtsbasar eingeladen, die Resonanz war gewohnt groß. „Viele warten schon darauf“, sagte Petra Heyen von der Kirchengemeinde. Wie üblich, war der Nachmittag zweigeteilt: Nach einem (eher rummeligen) Kaffeesieren, Klönen und Stöbern an den Basartischen begann um 15.30 Uhr ein besinnlicher Teil mit einer kurzen Andacht von Pastorin Maren Herrendörfer und Beiträgen des Chors. Sehr viele der etwa 130 Mitglieder der Gemeinde hätten an den Vorbereitungen des Tages mitgewirkt, berichtete Petra Heyen. Für die Gemeinde sei der Basar auch eine Art Türöffner: Alle Interessierten könnten hier auch die Gemeinde erleben.
Während in der Methodistenkirche 19 selbst gebackene Torten und noch einmal gleich viele Kuchen zur Auswahl standen, setzte Catharina Braun auch auf herzhafte Kost. Mit Franzbrötchen oder Ährenbrötchen aus ihrer rollenden Backstube verwöhnte die Worpswederin die Besucher der vierten „Licht + Feuer Nacht“ im Garten von Ulrike Schütte in Stenum, Zu den Fuhren 24. Dort war diesmal mehr zu sehen als bei den vorangegangenen drei Ausstellungen – ganz einfach deshalb, weil ein neuer Schuppen-Anbau mit als Ausstellungsraum genutzt werden konnte. Neben Ulrike Schütte stellten die Freizeitkünstler Irmgard Fritze, Harald Geiger, Christian Maier, Tanja Teuber und Regina Schoo Exponate aus. Mehr Teilnehmer sollten es auch nicht werden, um den beschaulichen Garten nicht zu überfrachten, sagte Ulrike Schütte. Die Resonanz habe etwa der der vergangenen Ausstellungen entsprochen. Spenden, die durch den Ausschank von Glühwein beziehungsweise an der rollenden Backstube zusammenkamen, sollen in Kürze dem Hospiz in Falkenburg übergeben werden.
Hoch hinaus ging’s am Sonnabend für Günter Rakow, Heinz Elvers, Hans Kirchberger und Hermann Sommer. Das Quartett vom Kleinen Esch übernahm es nämlich, die rund acht Meter hohe Nordmanntanne auf dem Grundstück von Hermann und Renate Sommer zu erhellen. 14 Ketten mit jeweils 18 Birnen seien da anzubringen, weiß Renate Sommer. Für die Nachbarn ist das Schmücken seit rund 20 Jahren Tradition – ebenso wie das anschließende Beisammensein, zu dem man sich diesmal unterm Carport der Kirschbergers traf.
Abrocken – das war in der Nacht zum Sonntag die Devise bei der „Feier of Fire“, der Party der Freiwilligen Feuerwehr Schierbrok-Schönemoor bei Menkens in Hoykenkamp. Rund 250 Besucher wagten sich diesmal aufs Tanzparkett, oder (zumindest) an die Theke. Drei DJs vom Night Life Team sorgten für den passenden Musik-Mix. Mit der Party spreche die Wehr ein ganz überwiegend junges Publikum an, erklärte Ortsbrandmeister Bernd Seemann. Vielfach kämen auch junge Mitglieder aus anderen Ortswehren. Bis um 4 Uhr in der Nacht wurde bei Menkens gefeiert. Wer wolle, so meinte Seemann, könne sich auch schon den Termin der nächsten „Feier of Fire“ notieren – die steige am Sonnabend, 30. November 2013.
