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Gambia-Hilfe aus Bookholzberg Riverboat Doctors schicken Schulmöbel auf die Reise

Mit vereinten Kräften: Mitglieder der Riverboat Doctors und ihrer Partnerorganisation Projekthilfe Gambia haben auf dem Gelände des Berufsförderungswerks in Bookholzberg einen Container mit Hilfsgütern beladen.

Mit vereinten Kräften: Mitglieder der Riverboat Doctors und ihrer Partnerorganisation Projekthilfe Gambia haben auf dem Gelände des Berufsförderungswerks in Bookholzberg einen Container mit Hilfsgütern beladen.

Torsten von Reeken

Bookholzberg - Erst gut ein halbes Jahr liegt der letzte Hilfstransport zurück – jetzt ist in Bookholzberg der nächste Überseecontainer mit Hilfsgütern für das westafrikanische Gambia beladen worden. In Kürze wird er von Hamburg aus auf die rund 30-tägige Reise gehen. „Schon zu Weihnachten war unser Lager wieder voll“, berichtet Christian Göken, Vorsitzender des Vereins Riverboat Doctors International (RDI) mit Sitz in Bookholzberg. RDI betreibt im gambischen Dorf Buniadu seit 2007 eine Gesundheitsstation und übernahm 2017 zudem die Leitung des benachbarten Kindergartens mit Vorschule.

Vor allem Schulmöbel hat der Verein diesmal auf die Reise nach Gambia geschickt. Bild: Torsten von Reeken

Vor allem Schulmöbel hat der Verein diesmal auf die Reise nach Gambia geschickt. Bild: Torsten von Reeken

Schnell über die Bühne

Zu verdanken ist das hohe Spendenaufkommen das laut Göken vor allem der Gemeinde Ganderkesee, die zahlreiche ausrangierte Schulmöbel zur Verfügung gestellt hat. Insgesamt 157 Schultische, 215 kleine Stühle, 28 Bürostühle und dazu noch diverse Tafeln, Whiteboards, Rollcontainer, Matratzen, Rollstühle und chirurgisches Instrumentarium sind am Samstagvormittag auf dem Gelände des Berufsförderungswerks, das dem Verein einen Lagerraum zu Verfügung stellt, verladen worden. 18 Mitglieder von RDI und dessen nordrhein-westfälischem Partnerverein Projekthilfe Gambia haben mit angepackt, sodass die Aktion schnell über die Bühne ging. „Wir haben um 10 Uhr begonnen und um fünf vor zwei habe ich die Plombe vor den Container gemacht“, berichtet Göken hochzufrieden.

Er selbst plant, Ende März wieder nach Gambia zu reisen, um vor Ort Renovierungsmaßnahmen im Kindergarten zu beaufsichtigen. Zwar würden dort statt 110 pandemiebedingt jetzt nur gut 70 Kinder betreut und auch die Patientenzahlen in der Gesundheitsstation seien 2021 im Vergleich zum Vorjahr um etwa 40 Prozent eingebrochen – auf rund 15 bis 20 Personen täglich, erzählt Göken. Doch der Betrieb der Einrichtungen sei nicht gefährdet – anders als zu Beginn der Pandemie.

Während Vorträge und Infostände bei Veranstaltungen noch immer keine Einnahmen bringen, haben sich laut Göken vor allem die Vereinsmitglieder finanziell stark engagiert, um die rund 30.000 bis 35.000 Euro, die jährlich an laufenden Kosten anfallen, zusammenzubekommen. „Viele haben bei ihren Geburtstagen um Spenden gebeten und Betriebe haben das Geld, das eigentlich für ihre Weihnachtsfeiern gedacht war, gespendet“, beschreibt der RDI-Vorsitzende die hohe Unterstützungsbereitschaft. „Im Moment gehe ich davon aus, dass wir das Jahr so schaffen.“

Spenden erwünscht

Die nächsten Hilfsgüter sind unterdessen schon fast auf dem Weg: Unter anderem seien ihm schon ausrangierte Klinikbetten zugesagt worden und auch die Gemeinde habe weitere Spenden in Aussicht gestellt, berichtet Christian Göken. Auch Spenden von Privatpersonen seien willkommen – sofern es sich um medizinischen Bedarf handele. „Wir können vom Sauerstoffgerät bis zum Rollstuhl alles gebrauchen. Bitte nur keine abgelaufenen Medikamente!“

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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