Sage - Weihnachten einläuten hat im Hause Korte Tradition. Und das aus gutem Grund. Stephan Korte hat Heiligabend Geburtstag. Tannenbaum und Torte stehen im Wohnzimmer. Wenn an diesem 24. Dezember die Freunde nach Sage kommen, gratulieren sie ihm zum 54. „Ich feiere gern Geburtstag“, sagt Korte. „Weil ich Heiligabend aber keine Party feiern kann, gibt es bei uns immer einen Frühschoppen.“ Die Freunde kommen um 11 Uhr und gehen gegen 16 Uhr, um selbst pünktlich daheim am Tannenbaum zu sein. Mal wird gegrillt, mal gibt es Häppchen.
Als der Tag nervte
Als Kind fand Stephan Korte den Tag hingegen nervig. „Jeder hat sich auf Heiligabend gefreut. Mein Geburtstag wurde dabei zur Nebensache.“ Das habe sich auch bei den Geschenken bemerkbar gemacht. „Meine Geschenke waren gleichzeitig zum Geburtstag und für Weihnachten.“
Als junger Mann hat Stephan Korte seinen Geburtstag immer zwischen Weihnachten und Neujahr gefeiert. Und auch das hatte seinen Grund. „Meine Frau hat am 27. Dezember Geburtstag“, erzählt er. Es habe Jahre gegeben, da seien Freunde zu seinem Geburtstag gekommen, über Weihnachten geblieben und hätten am 27. erneut gefeiert. Als aus den Paaren Familien wurden, kamen auch die Kinder mit zum Geburtstag an Heiligabend. „Wir haben immer ein Spielzimmer eingerichtet“, erinnert sich Stephan Korte. Seine beiden Jungs sind inzwischen 25 und 27 Jahre alt. „Die jungen Erwachsenen unserer Freunde kommen heute auch noch gern zu meinem Geburtstag“, freut sich Korte.
Seine Frau Kerstin kennt Stephan Korte quasi schon sein Leben lang. Das erfuhren sie aber eher zufällig, als sich die beiden im Alter von 18 Jahren ineinander verliebten. „Ich war damals in der Ausbildung zum Krankenpfleger im Johanneum in Wildeshausen und Kerstin dort Patientin.“ Später kam heraus, dass ihre Mütter mit ihren Babys Stephan und Kerstin 18 Jahre zuvor zur selben Zeit auf der Geburtsstation gelegen hatten.
Der Mann im Radio
Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger ging Stephan Korte zehn Jahre zur Bundeswehr. „Im Grunde wollte ich aber immer zum Radio“, sagt er. „Ich rief beim ZDF an und absolvierte eine zweijährige Ausbildung in der ZDF-Medienschule in Berlin.“ Seit 2001 ist er im Radio-Geschäft, arbeitete bei verschiedenen Sendern in Bremen, Osnabrück, im Vogtland sowie fürs Fernsehen in Hamburg. Heute ist Stephan Korte Redaktionsleiter von „Radio 90.vier“ in Delmenhorst und ist somit auch im Landkreis Oldenburg zu hören. Dort heißt es ab 3. Januar: „Korte am Morgen“. Doch an diesem Freitag ist erst einmal Geburtstag und Heiligabend im Hause Korte.
