Harpstedt - Grund zur Freude hat die Samtgemeindeverwaltung in Harpstedt: Mitarbeitende haben erfolgreich ihre Aus- und Weiterbildungen abgeschlossen. Außerdem konnte sie zum 1. August einen neuen Auszubildenden begrüßen.
„Nicht einfach, alles unter einen Hut zu bekommen“, war es in den vergangenen zwei Jahren für Tina Schwarz. Die 26-Jährige aus Leeste hat seit 2020 den Lehrgang zur Verwaltungsfachwirtin absolviert. Und das Ganze nebendienstlich, also in Vollzeit arbeiten und einen Tag pro Woche sowie jeden zweiten Samstag Unterricht. Besonders durch die Corona-Pandemie nicht einfach: Denn dadurch sei im Schulamt, in dem Schwarz seit dem Ende ihrer Ausbildung bei der Samtgemeinde 2018 beschäftigt ist, viel extra Arbeit angefallen. „Aber ich habe nette Kollegen, die das auffangen“, zeigt sich die 26-Jährige dankbar.
Präsenz bevorzugt
Aber auch der Lehrgang selbst beim Niedersächsischen Studieninstitut in Oldenburg war durch die Pandemie geprägt, der Kurs war in Gruppe A und B eingeteilt, es gab e-Learning, später Video-Lehre. Erst im Oktober 2021 stand zur Wahl, ob die Teilnehmenden wieder in Präsenz lernen wollen oder weiterhin per Video. Für Schwarz keine Frage: Sie zog den persönlichen Austausch vor.
So ging es auch Elias Landsberg: Nach drei Jahren konnte der 20-Jährige seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellen erfolgreich beenden. Der Harpstedter bevorzugte in der Berufsschule ebenfalls den Präsenzunterricht: „Da kann ich besser lernen.“ Vor seiner Ausbildung hatte er bereits ein Praktikum bei der Samtgemeinde gemacht und auch jetzt bleibt er ihr erhalten: Im Fachbereich I – Zentrale Dienste wird er übergreifend unterstützen, beispielsweise im Schulamt und bei den anstehenden Wahlen.
Stelle unbesetzt
Als neuer Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten hat Dennis Deregowski aus Klein Henstedt angefangen. Während Praktika hat der 20-Jährige festgestellt, dass ein handwerklicher Beruf oder ein Job im Einzelhandel nichts für ihn ist – die Arbeit mit Menschen hingegen schon. Und auch die Arbeit mit Computern liege ihm. Darum freut er sich nun auf die vor ihm liegenden Jahre bei der Samtgemeindeverwaltung.
Mit der Ausbildung werde eine gute Grundlage geschaffen, sagt Ingo Fichter, Erster Samtgemeinderat. Individuell könne jeder schauen, was er oder sie daraus macht. Die Chancen seien wegen des Fachkräftemangels derzeit gut. Dieser zeigt sich bereits: Die Verwaltung hätte gern einen Auszubildenden fürs Bäderwesen eingestellt, konnte die Stelle mangels Bewerbern jedoch nicht besetzen.
