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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Am Oldenburger Weg entsteht Neuland

23.10.2019

Sandkrug Raus aus der digitalen Welt: Das ist eine der Erfahrungen, die junge Menschen ab nächstem Sommer im „Camp Neuland“ machen können. Doch ein paar Monate dauert es bis dahin noch. Zurzeit entsteht das kleine Dorf aus sechs Holzhütten auf dem Gelände der Evangelischen Gästehäuser am Oldenburger Weg in Sandkrug.

Wer kennt sich mit soliden Holzhütten, die auch tieferen Temperaturen durch eine gute Isolation trotzen, traditionell gut aus? Nun, zum Beispiel die Finnen. Von dort kommt das vorgefertigte Material in Form von Bausätzen, die in Sandkrug nur noch zusammengesetzt werden müssen. Klingt spannend, klappt aber gut, sagt Erwin Schön (62), Leiter der Gästehäuser. „Unser Hausmeister macht das gemeinsam mit einem FSJler.“ Ende voriger Woche war die fünfte Blockhütte bereits weitgehend fertig. In dieser Woche soll Nummer sechs folgen, dann ist das kleine Dorf, das bis zu 30 Gästen Platz bieten wird, komplett.

Für junge Menschen

Das Camp soll die gemeinnützige Arbeit der Ev. Gästehäuser Sandkrug um erlebnispädagogische Programmangebote erweitern, die der stellvertretende Gästehausleiter Steffen Schön (32) konzipiert. Er ist der Sohn von Erwin Schön und ausgebildeter Erlebnispädagoge. „An die Stelle von Komfort und Luxus treten Erlebnis und Gruppenerfahrung“, heißt es in der Beschreibung. Zielgruppen sind Schulklassen, Kinder- und Jugendfreizeiten, junge Erwachsene und Konfirmanden.

Errichtet werden die Hütten – fünf mal fünf Meter Grundfläche, 2,86 Meter Dachhöhe – auf Pfählen. Das dient weniger der Isolation, sondern vielmehr dem Niveauausgleich auf dem hügeligen Gelände. Auf dem Areal, das unmittelbar hinter einem der bereits bestehenden Gästehäuser liegt und durch viele Bäume einen ganz besonderen, naturnahen Charakter vermittelt, baut parallel zu den Hütten die Sandkruger Zimmerei „Holzhauch“ (Jens Schallenberg) einen geschlossenen Pavillon. Hier werden später die Treffen und Programme der Gruppen stattfinden. Da die Hütten selbst zwar über Stromanschlüsse, aber kein fließendes Wasser verfügen, wird nur wenige Meter entfernt ein Sanitärhaus vom Bauunternehmen „LeBeBau GmbH“ errichtet.

Vom Kinderkurheim zu Ev. Gästehäusern

1977: Gründung des Trägervereins

1978: Übernahme des ehemaligen Kinderkurheims Streek (Bahn); Umbenennung in Haus Maranatha

1979: Beginn christlicher Seminare und Freizeiten

2000/2001: Umfangreiche Renovierung der Gästehäuser, Erweiterung der Belegungskapazität, statt 48 jetzt 62 Betten

seit 2004: Einsatzstelle für Jugendliche und junge Erwachsene im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)

2006/2007: Errichtung weiterer Gästezimmer, Erhöhung der Anzahl an Gästebetten auf 71

2014: Inbetriebnahme des neuen Küchentraktes mit Speisesaal; Eröffnung des Café Zeitlos (Sandkruger Familiencafé)

2017: Weitere Renovierungen, zusätzliche Zimmer mit Dusche/WC. Angebot an Betten jetzt 77

2018: Jubiläumsfeier 40 Jahre Haus Maranatha; gleichzeitig Umbenennung in Evangelische Gästehäuser Sandkrug

Etwa 130 000 Euro investiert der Trägerverein Ev. Gästehäuser Sandkrug nach eigenen Angaben in das neue Projekt. Jede Hütte allein kostet etwa 9500 Euro inklusive je sechs Betten und Ausstattung. Hinzu kommen dann noch der Pavillon und das Sanitärhaus. Finanzielle Unterstützung könnte es von der Gemeinde Hatten geben. Am Donnerstag, 24. Oktober, 17 Uhr berät der Ausschuss für Soziales, Ordnung und Jugend über einen entsprechenden Antrag des Vereins. Bürgermeister Christian Pundt schlägt vor, das Projekt zu unterstützen. Möglich wäre dies über die Richtlinien der Gemeinde Hatten zur Förderung von Jugendpflege-, Kultur- und Sportmaßnahmen: für eine Hütte wäre eine Maximalförderung von bis zu 3800 Euro möglich, heißt es in der Beschlussvorlage.

Beim Voting dabei

Der Verein hatte sich schriftlich an die Verwaltung gewandt und der Gemeinde eine Hüttenpatenschaft angeboten. „Wir bauen nicht einfach eine Blockhütte aus totem Holz. Wir bauen kleine Häuser gefüllt mit Leben, Gemeinschaft und Erlebnissen!“, heißt es in dem Schreiben.

Wer das Projekt privat unterstützen möchte, kann entweder spenden – Details dazu auf der Homepage des Trägervereins – oder sich am derzeit laufenden LzO-Vereinsvoting beteiligen. Dort bewerben sich die Ev. Gästehäuser Sandkrug um einen der 2000-Euro-Preise. Das Voting (lzo.com/vereinsvoting) endet am 1. November.


Mehr Infos auf der Homepage unter   http://eg-sandkrug.de 
Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2731
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