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Handball-Oberliga TSG lässt gegen Bremen große Chance liegen

Sandkrug - Die große Chance zum Heimsieg und somit zu zwei ganz wichtigen Punkten im Abstiegskampf – sie war für die Oberliga-Handballer der TSG Hatten-Sandkrug am Mittwochabend greifbar. Gut 13 Minuten vor Schluss lagen die Sandkruger im Nachholspiel gegen HC Bremen aussichtsreich mit 19:16 in Führung, schienen das Spiel gegen einen zunehmend müder wirkenden Gegner im Griff zu haben. Doch unerklärlicherweise ließen sich die Schützlinge vom Trainerduo Robert Langner/Lars Kampmann genau in dieser Phase die sprichwörtliche Butter vom Brot nehmen. Am Ende stand es 21:25 – und die TSG verließ mit leeren Händen die eigene Halle.

„Das war total unnötig“, ärgerte sich Langner nach dem Abpfiff durch die beiden souveränen Schiedsrichter Thomas Voigt/Christoph Walter. „Wir hätten etwas holen können. Aber die Jungs haben am Ende wohl vergessen, weiter Gas zu geben. Zudem haben wir uns in der Abwehr zu viele geleistet“, sagte der Coach. Dabei war es zuvor vor allem die Deckung gewesen, die Hatten-Sandkrug im Spiel gehalten hatte. „16 Gegentore bis zur 47. Minute, das war richtig gut“, fand Langner und ergänzte: „Da wir selbst nicht unendlich viele Tore werfen, wussten wir aber auch, dass es bei uns über die Abwehr gehen würde.“

„Pomadiger“ Start ins Spiel

Analog zum Spielende hatten die Sandkruger allerdings auch schon zu Beginn der Partie scheinbar vergessen, wo das Gaspedal ist. In der zwölften Minute sahen sie sich einem 3:6-Rückstand gegenüber. „Wir haben pomadig angefangen und zu spät zur richtigen Einstellung gefunden“, kritisierte der TSG-Coach.

Wichtiges Spiel gegen Schwanewede

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Oberliga-Handballern der TSG Hatten-Sandkrug nach der 21:25-Heimniederlage gegen HC Bremen nicht. Bereits an diesem Samstag, 5. März, hat das Ligaschlusslicht die nächste Pflichtaufgabe vor sich. Um 19.30 Uhr gastiert die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in der Sporthalle an der Schultredde.

Auch die Gäste stehen in der Oberliga mächtig unter Druck. Denn mit 8:14 Zählern hat die HSG nur zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto als die Sandkruger (6:20), die allerdings schon zwei Partien mehr bestritten haben. Für Schwanewede ist es ebenfalls eine „Englische Woche“, denn das Team von Trainer Henning Schomann war am Dienstag bereits im Einsatz und kassierte gegen Tabellenführer SG Varel/Altjührden eine 19:27-Heimniederlage.

Das Hinspiel in Schwanewede verlor die TSG 26:27 – angesichts der Tabellensituation wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt für eine erfolgreiche Revanche...

Immerhin: Seine Mannschaft kam anschließend mit verbesserter Einstellung und deutlich agilerer Spielweise besser in die Begegnung. Hatten die Gastgeber zunächst Schwierigkeiten gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Bremer, so gelang es im weiteren Verlauf zusehends besser, den Abwehrriegel der Gäste durch höheres Tempo auseinanderzuziehen. Vor allem die linke Angriffsseite der TSG stach hervor, Razvan Ghimes (8 Tore) war hier am Ende auch bester Werfer. Seine Treffer bescherten den Hausherren zunächst den Ausgleich (6:6/14. Minute), ehe Jonas Schepker mit dem 9:8 (22.) für die erste TSG-Führung sorgte.

Gute Phase nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel war bis zum 15:15 (42.) alles offen, ehe Hatten-Sandkrug in einer guten Phase auf 19:16 davonzog. Doch anstatt den Gästen, die in Spielertrainer Marten Franke (7/4) einmal mehr ihren besten Torschützen hatten, jetzt den K.o.-Stoß zu versetzen, wechselten die Gastgeber in den Schlafmodus – mit fatalen Folgen. Bremen bestrafte jeden TSG-Fehler konsequent, erzielte vier Tore in Folge und kam nach dem 21:21 (54.) in der Schlussphase noch zu einem deutlichen Erfolg.

„Dank der guten Abwehrarbeit haben unsere Spieler auch nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass da noch etwas geht“, sagte Bremens Co-Trainer Majk Skoric. „Am Ende war bei den Sandkrugern der Kräfteverschleiß vielleicht noch deutlicher zu spüren als bei uns“, meinte Skoric weiter.

Statistik

TSG Hatten-Sandkrug - HC Bremen 21:25 (11:11)

TSG: Denker, Steffens, Bruns – Krause (3), Kirschen, Schepker (3), Krix, Sauer, Wille, Menkens (1/1), Ritter (3), Braun (1), Stüve (2), Ghimes (8)

Siebenmeter: TSG 1/1, HC 5/4

Zeitstrafen: TSG 3, HC 1

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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