Schierbrok - Wird durch den geplanten Standort einer Ampel an der Grundschule Schierbrok und den dadurch notwendigen Bürgersteig eine neue Verkehrsgefahr geschaffen? Das jedenfalls befürchtet die UWG-Fraktion – und verdeutlichte es bei einem Ortstermin.
Worum geht es ?
Damit Schulkinder die Bahnhofstraße sicherer überqueren können, soll eine Fußgängerampel gebaut werden. Darüber sind sich alle Ratsfraktionen einig. Der Standort dieser Ampel und die eventuell erforderliche Anlage eines Gehweges zwischen Forstweg und Bremer Weg sorgten jedoch für Diskussionen.
Welche Optionen wurden diskutiert ?
Vor allem zwei Standorte für eine Fußgängerampel standen im Raum: Zum einen neben der Kreuzung Trendelbuscher Weg/Bahnhofstraße/Forstweg, zum anderen weiter nordöstlich, neben der Buswendeanlage. Für diese Variante B wäre ein Gehweg an der nordwestlichen Seite der Bahnhofstraße erforderlich. Da der Grunderwerb von Anliegern auf dieser Straßenseite nicht möglich ist, müsste dafür ein Stück der Straße hinzugenommen werden.
Diese Lösung wurde von der Verwaltung favorisiert, weil die Ampel so von Schülern aus beiden Richtungen kommend genutzt werden könne. Außerdem befindet sich dort in der Nähe der Fahrradstand der Grundschule.
Wie ist der aktuelle Stand ?
Der Ausschuss für Straßen und Verkehr der Gemeinde stimmte im November 2020 bei drei Enthaltungen für die Variante B. Die Verwaltung sollte mit der Planung beginnen. Im Februar testete die Verwaltung mit einem Busunternehmen, ob die geplante Fahrbahnverengung ein Problem darstellen wird, teilt Maike Saalfeld, bei der Gemeinde zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, auf Nachfrage mit. Dabei stellte sich heraus, dass die schmalere Fahrbahn auf die Busse keine Auswirkungen hätte, wie auch im Ausschuss für Straßen und Verkehr am 24. Februar mitgeteilt wurde. Allerdings wurden Mängel an der Buswendeanlage festgestellt. Daher wird diese in die Planungen einbezogen.
Was will die UWG ?
Die UWG-Fraktion um Vorsitzenden Carsten Jesußek ist mit dieser Planung nicht einverstanden. „Wir halten das für wahnsinnig gefährlich“, machte Jesußek bei einem Ortstermin deutlich. Denn nicht nur Schulbusse, auch landwirtschaftliche Maschinen und Lkw nutzen die Bahnhofstraße. „Wir wollen die Landwirtschaft nicht wegleugnen“, betonte Jesußek.
Daher demonstrierte die Fraktion am Dienstagabend mit einem Trecker, wie eng es für den Begegnungsverkehr durch die schmalere Fahrbahn werden würde. Dass die Pläne für mehr Unsicherheit statt der gewünschten Sicherheit sorgen würden, betonte vor Ort auch der parteilose Bürgermeisterkandidat der UWG-Fraktion, Frank Lenk. Zudem könnten Apotheke, Friseur und Bank an der Bahnhofstraße durch die engere Fahrbahn geschwächt werden, so Jesußek: Derzeit parkten viele Kunden wegen fehlender Parkplätze am Fahrbahnrand, was dann nicht mehr möglich sei.
„Wir sind für die Ampel, aber nicht für eine Verschmälerung“, machte Jesußek deutlich. Die UWG hält daher den Standort im Kreuzungsbereich Trendelbuscher Weg/Bahnhofstraße/Forstweg für die beste Option.
