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Schredderfest in Ganderkesee Beim „KNUTschen“ gilt: Vorsicht vor fliegenden Tannenbäumen!

Wer schafft den weitesten Wurf? Beim „KNUTschen“ fliegen nicht Bälle, sondern ausgediente Tannenbäume. Zum siebten Mal wurde das Schredderfest in Ganderkesee begangen.
Mit Bilderstrecke

Wer schafft den weitesten Wurf? Beim „KNUTschen“ fliegen nicht Bälle, sondern ausgediente Tannenbäume. Zum siebten Mal wurde das Schredderfest in Ganderkesee begangen.

Karoline Schulz

Ganderkesee - Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, die Weihnachtstanne ein zweites Mal zu transportieren. Was vor dem Fest in einer straff eingenetzten Rolle sorgsam auf dem Pkw-Anhänger oder sogar im Kofferraum bis kurz vors heimische Wohnzimmer transportiert wurde, ist im neuen Jahr oft nur noch ein nadelnder Besen, der jetzt bitte schnellstmöglich aus dem Blickfeld verschwinden soll. Die Ganderkeseer haben es da einfach: Sie können ihre ausgedienten Weihnachtsbäume beim „KNUTschen“, dem örtlichen Schredderfest, entsorgen.

Auf fünf verkaufsoffene Sonntage in Verbindung mit Festen dürfen sich Shoppingfreunde in Ganderkesee 2024  freuen. Der Marktplatz ist dabei zentraler Mittelpunkt.

VOM „KNUTSCHEN“ BIS ZUM GANTERTACH 2024 gibt’s fünf Feste mit verkaufsoffenem Sonntag in Ganderkesee

Thorsten Konkel
Ganderkesee

„KNUTscheine“ verteilt

Und das taten am Sonntagnachmittag wieder Hunderte: Mit Bollerwagen, Kinderwagen, Rollern, Rollatoren oder im Schleifverfahren zu Fuß wurden insgesamt 728 Bäume auf den Marktplatz gebracht. Dort stand zum nunmehr achten Mal die Firma Kreye mit ihrem Riesenschredder und einem Container bereit, um die Tannen der Ganderkeseer zu Häcksel zu verarbeiten.

Wer seinen Baum – oder auch nur dessen Spitze – abgab, bekam im Gegenzug einen „KNUTschein“ ausgehändigt, einen Rabattcoupon, mit dem im Einzelhandel Schnäppchen gemacht werden konnten. Denn kombiniert war das „KNUTschen“ einmal mehr mit einem verkaufsoffenen Sonntag, der den ganzen Nachmittag über für einen regen Lauf auf der Rathausstraße sorgte – zur großen Zufriedenheit der Kaufleute, wie Sprecher Timo Vetter berichtete.

Und nicht nur mit Rabatten lockte die lokale Wirtschaft in den Ort, sondern auch mit Gewinnen. Um sich die zu sichern, galt es allerdings doch noch ein letztes Mal zum nadelnden Weihnachtsbaum zu greifen: Den ganzen Nachmittag konnten Interessierte so oft sie wollten versuchen, beim Tannenbaumweitwurf der Ganderkeseer Jugendfeuerwehr die größte Weite zu erzielen. Prämiert wurden die drei beziehungsweise vier weitesten Würfe in den Kategorien Kinder, Damen und Herren.

Serien-Sieger holt achten Sieg

Nicht zu schlagen war beim Tannenbaum-Weitwurf auch 2023 wieder Tim Intemann. Mit einer Wurfweite von 7,25 Meter sicherte sich der Serien-Sieger des Wettbewerbs zum achten Mal den Sieg. Mit deutlichem Abstand hinter ihm platzierten sich Henning Hofel (5,95 Meter) und Goeko Snakker (5,05 Meter).

Bei den Frauen siegte Jasmin Bövingloh (7,30 Meter) vor Katrin Kroschinski (6,80 Meter) sowie Joana Niehaus und Sonja Meyer-Tecklenburg (beide 5,70 Meter). Beim Werfen des Kinder-Tannenbaums lag Kinderfaschings-Moderatorin Carlotta Tönjes mit 6,40 Metern vorn, gefolgt von Sophie Spieke (4,90 Meter) und Ida Intemann (4,80 Meter), der Tochter des Serien-Siegers. Sein Preisgeld von 100 Euro spendete Tim Intemann der Jugendfeuerwehr – seine Mutter stockte den Betrag auf 200 Euro auf.

Prinz am Mikrofon

Moderiert wurde der Tannenbaumweitwurf von keinem Geringeren als dem amtierenden Faschingsprinzen: Eike I. (Struck) kommentierte den Wettbewerb unterstützt von Silvio Voigt in launigem Ton. Da kam es schon mal vor, dass die beiden einem Wettbewerbsteilnehmer empfahlen, sich lieber erst nochmal mit einer Bratwurst, einer guten Portion Schmalzkuchen oder am Crêpe-Stand zu stärken, bevor er sich an den nächsten Versuch wage. Am Getränkewagen waren angesichts des frostigen Wetters derweil Glühwein und andere warme Getränke besonders gefragt.

Auch zum Kehraus im Ortskern wurde das Schredderfest genutzt: 16 Mitglieder und sieben Betreuer der Jugendfeuerwehr übernahmen es, knapp 30 entlang der Bummelmeile aufgestellte Tannenbäume abzuschmücken und zum Schreddern zu bringen.

Die größte Herausforderung dabei: die mehr als fünf Meter hohe Riesentanne vor dem Alten Rathaus abzutransportieren. Aber dem Feuerwehr-Nachwuchs gelang auch dieser Einsatz mit vereinten Kräften.

Den krönenden Abschluss des „KNUTschens“ bildete am Abend schließlich eine Feuershow der Bremer Aktionskünstler „Freies Feuer“.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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