Sandkrug - Anmelden, Formular ausfüllen, hinlegen und Blut spenden: Das klingt erst einmal nicht sonderlich herausfordernd. Doch das Organisieren eines Blutspendetermins kostet schon einiges an Zeit und Mühe. Räume müssen vorbereitet, ausreichend Essen besorgt werden. Die Waldschule in Sandkrug ist dennoch vor drei Jahren freiwillig in die Verantwortung gegangen. „Wir tun das für den guten Zweck und auch den Förderverein der Schule“, sagt Lehrerin Silke Hollwedel. Gemeinsam mit etwa 20 Schülern – vor allem aus dem Kurs „Gesundheit und Soziales“ sowie der „Eventmanagement-AG“ – hat sie in dieser Woche den mittlerweile dritten Termin ermöglicht.
Die aktuelle Bilanz: Rund 100 Menschen kamen nachmittags und abends in die Waldschule an der Schultredde, um dort vom Blutspendeteam des Deutschen Roten Kreuzes zur Ader gelassen zu werden. Für jeden Spender zahlt das DRK etwas mehr als sieben Euro an den Förderverein. Das gebe widerum dem Förderverein die Möglichkeit, Anschaffungen zu tätigen, von der die Schulgemeinschaft profitiere, so Silke Hollwedel.
Die Aufgaben, die die Schüler übernahmen, waren vielfältig. Die Achtklässlerinnen Rania und Yuna beispielsweise boten vor dem Zugang zur Schulverwaltung die beiden aktuellen Ausgaben der Schülerzeitung „Waldschulblatt“, an. Wer wollte, konnte hier auch weitere Informationen über die Arbeit des Fördervereins in Form eines Flyers mitnehmen. Auch die Anmeldung lag in den Händen zweier Waldschülerinnen. In der Schulküche kümmerte sich ein größeres Team um die anschließende Verpflegung der Spender. Unterstützt wurde dieses Angebot durch Eltern, Edeka Boekhoff, die Bäckereien Bruno und Strangmann in Sandkrug, den Dorfbäcker Kirchhatten, die Gaststätten „Zum Pfefferkorn“ und „Zum Deutschen Hause“ sowie den Hof Stolle in Bümmerstede.
Auch die Anmeldung lag in den Händen der Schülerinnen.
Werner Fademrecht
Rania und Yuna (von links) informierten über das Waldschulblatt und den Förderverein.
Werner Fademrecht
Nina, Anna und Zahra gehörten zu dem großen Team, das sich in der Schulküche um die Verpflegung der Blutspender kümmerte.
Werner Fademrecht
