Immer - Ob das Bundesschützenfest wie geplant am 28./29. Mai gefeiert wird und der Schützenverein Bürstel-Immer endlich seinen neuen Schießstand einweihen kann, wollen Vorsitzender Carsten Wichmann und Schützenbund-Präsident Heino Brackhahn erst nach Ostern entscheiden. Zuvor hat der Verein jetzt erst einmal seine Generalversammlung nachgeholt – turnusmäßig standen allerlei Wahlen an.
Die Berichte in der Turnhalle Immer fielen diesmal kurz aus, denn kurz nach der Generalversammlung im September 2021 war der Schießbetrieb pandemiebedingt wieder eingestellt worden. Seit dem 8. März dieses Jahres finden wieder Übungsschießen statt, zur Freude der Vereinsführung mit reger Beteiligung aus allen Abteilungen, insbesondere aus den Reihen der Kinder, Schüler und Jugendlichen.
Viele Wiederwahlen
Bei den anschließenden Wahlen stimmten die 42 anwesenden der insgesamt 414 Mitglieder fast durchweg über die Wiederwahl der Amtsinhaber ab. Folglich bleiben aus dem engeren Vorstand Heiko Alfs als 2. Vorsitzender, Holger Hohnholt als Oberschießmeister und Dörte Wichmann als Kassenwartin des SV Bürstel-Immer im Amt. Im erweiterten Vorstand indes gab es einige Umbesetzungen: Als Schülerwartin folgt Elena Ruge auf Ulf Tönjes, Jannik Thielbar löst im Festausschuss Bernd Menkens ab und Keno Cordes übernimmt das Amt des Schießmeisters von Heiko Brackhahn.
Letzterer wurde von Carsten Wichmann nach nunmehr 38-jährigem Engagement aus dem Vorstandsteam verabschiedet. Zusammen mit Holger Hohnholt überreichte er Heiko Brackhahn einen Baum mit graviertem Schild. Brackhahn hatte der Vereinsführung seit 1984 angehört. Gestartet war er damals als Schießmeister, bevor er sechs Jahre später als Oberschießmeister in den engeren Vorstand gewählt wurde. 20 Jahre lang, bis 2010, habe er diesen Posten vorbildlich ausgeführt und auch den einen oder anderen Mannschaftssieg nach Hause geholt, berichtete Wichmann. Danach habe Brackhahn wieder „einen Gang zurückgeschaltet“ und sich abermals als Schießmeister eingebracht.
„Immer zur Stelle“
Der SV Bürstel-Immer verabschiedet mit Heiko Brackhahn ein Vorstandsmitglied, das sich in der Vergangenheit über das normale Maß hinaus eingesetzt habe. Er sei immer zur Stelle gewesen, wenn er gebraucht wurde – habe den ersten Umbau mitgemacht, den Anbau des Luftgewehrstandes und zuletzt auch viele Stunden beim jüngsten Umbau investiert, so Wichmann. „Du warst und bist ein super Schütze, Träger der silbernen Schützenschnur und Dir ist es gelungen, Dich auf der Königstafel zu verewigen“, sagte der Vereinschef an den scheidenden Schießmeister gewandt. „Zu Recht wurde Dir im Jahre 2011 die Ehrennadel in Gold des Ganderkeseer Schützenbundes verliehen. Nur ungern entlässt man so ein verlässliches Mitglied aus dem Vorstand.“
