„Bürgermeister baut beim Bauhof um, Ulrike Brosche übernimmt überraschend kaufmännische Gesamtverantwortung“ und „FDP sieht beim Bauhof Klärungsbedarf“ (NWZ-Berichterstattung über personelle Veränderungen beim städtischen Bauhof Wildeshausen  und die nachfolgende politische Debatte, vom 3. und 4. Juli):

Als gestandener Handwerksunternehmer reibe ich mir die Augen. Die Leitung des Bauhofs liegt nun in der Hand einer Halbtagskraft. Das ist vermutlich einmalig in Niedersachsen. Haben alle anderen Gemeinden nicht verstanden, wie einfach es ist, eine solche Einrichtung zu leiten? (...)

Zwanzig Jahre loyaler und zuverlässiger Arbeit des bisherigen Bauhofleiters – die zählen nicht.

Unter dem Deckmantel eines „Prüfauftrages“, also nicht einer Stellenumbesetzung, zeigt der Bürgermeister, welch ein Mensch er ist. Schuld sind wie immer die Anderen – denn die haben ja einen „Prüfauftrag“ erteilt. Ich hatte schon während meiner aktiven Zeit im Rat das Gefühl, dass der gute Professor Doktor Shahidi so einige Mitarbeiter unbedingt los werden will. Bei vielen ist das ja gelungen, die Fluktuation war streckenweise enorm. Und wenn man jemanden schon nicht kündigen kann, so ist es doch ein probates Mittel, ihn öffentlich per Pressebericht zu mobben, oder wie nennt man das, wenn man als Vorgesetzter einen Untergebenen so behandelt? Zitat: „Herr Kramer ist operativ für die Durchführung der Straßenunterhaltung verantwortlich“. Das klingt wie: zu was anderem nicht zu gebrauchen. Menschlich ist ein solches Verhalten kaum noch zu unterbieten. Von Führungsqualität und Personalverantwortung kann keine Rede sein. Ich hoffe, die Politik steht nicht noch hinter diesem Verhalten und sagt einmal offen, was sie davon hält. So kann es nicht weiter gehen.

Uwe Dekker, Wildeshausen