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Oberschule Bookholzberg Buttons, Ganter und Graffiti als Zeichen für den Frieden

Leon Werth
Frieden in der Welt fordern die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Ellerbäke.

Frieden in der Welt fordern die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Ellerbäke.

Leon Werth

Bookholzberg - Mit bunten Farben für den Frieden in der Welt: So reagieren die Schülerinnen und Schüler der Schule an der Ellerbäke in Bookholzberg auf den aktuellen Krieg in der Ukraine. Viele selbst gemalte Peace-Zeichen und Friedenstauben finden sich an den Foyer-Wänden der Oberschule. Kunst- und Französischlehrerin Regina Zindler bietet den Schülerinnen und Schülern der 6b etwas von ihrer Unterrichtszeit, um ihre Botschaften gut sichtbar anzubringen. Eine Schülerin hat ein sehr individuelles Motiv gestaltet: eine durchgestrichene Handgranate auf blau-gelbem Grund.

Button-Aktion

Die Hauptaktion der Sechstklässler ist aber der Verkauf selbst gemachter Anstecker. Sie erinnerten sich an die lange ungenutzte Buttonmaschine, welche vor einigen Jahren angeschafft wurde, und designten Motive, vervielfältigten sie setzten sie mit passenden Metall-Rohlingen zu Buttons zusammen. „Alles in Fließbandarbeit, das klappte sehr gut“, berichtet eine Schülerin. „Viele Motive sind unparteiisch – nicht nur für die Ukraine, sondern gegen den Krieg.“

Selbst gestaltete Buttons mit klarer Botschaft: Frieden in der Welt.

Selbst gestaltete Buttons mit klarer Botschaft: Frieden in der Welt.

Ihre Klassenkameradin hat selbst schon 14 Stück für ihre Eltern und Nachbarn gekauft. „Justus sogar 18“, sagt sie. Die Buttons „gehen gut weg“, sind sich die Schülerinnen aus der 6b einig. „Aber einige müssen wir noch für das Rathaus bunkern.“ Knapp 80 Euro haben drei Schülerinnen zusammen mit Nina-Verena Müller, Sozialarbeiterin an der Oberschule, im Rahmen der Präventionsratssitzung am Dienstag erzielt.

Einige hätten aber deutlich über den Kaufpreis von einem Euro hinaus gespendet, berichtet eine Schülerin. Bürgermeister Ralf Wessel habe sich herzlich bedankt, sagt Müller. Zusammen mit Lehrerin Deike Schipper-Uter und Lehrer Tobias Schüler hat sie das Projekt betreut. An die 250 Euro seien bisher zusammengekommen.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden nun gemeinsam, an welche Hilfsorganisation zugunsten der Geflüchteten aus der Ukraine das Geld gespendet werden soll.  

Hauptgesprächsthema

Der Krieg sei „aktuell Hauptgesprächsthema“ in der Schule, erzählt eine Sechstklässlerin. Im Klassenverbund schaue man die „Logo“-Nachrichten des Kinderkanals (KIKA) und nehme sich einmal in der Woche bewusst Zeit dafür, über die Situation zu sprechen. Die Klassenlehrerinnen und -lehrer haben ihre Schüler umfassend informiert, sagt Frank Greve, Lehrer in der Schülervertretung (SV).

Der Geschichts-, Politik- und Erdkundeunterricht der Sechsten steckt gerade noch im alten Rom. Aktueller ist der siebte Jahrgang, dem der Erdkundelehrer die Organisation der NATO erklärt, wie Co-Schülersprecher Noah berichtet. „Falls jemandem etwas auf dem Herzen liegt, gibt es immer einen Ansprechpartner.“

Ganter trägt Frieden

Nach einem Austausch über die Frage „Was können wir tun?“ hat sich die Schülervertretung auf zwei weitere Aktionen geeinigt, berichtet SV-Lehrerin Martina Scheulen: Mit Schablone und Kreidespray wurden bunte Friedenstauben auf den Schulhof gesprüht und der Ganter auf dem Schuldach trägt nun ein blaues T-Shirt mit weißem Taubenmotiv. „Wir möchten zeigen, dass wir gegen den Krieg im Allgemeinen sind und für den Frieden stehen“, erklärt Noah. Etwa drei bis vier Wochen hält die Farbe. „Dann ist der Krieg hoffentlich vorbei“, sagt Frank Greve. Die Botschaft ist eindeutig: Um Frieden in der Ukraine bitten die Schülerinnen und Schüler in Bookholzberg mit Peace-Gesten und zahlreichen Plakaten.

Ein Ganter trägt Frieden: Die Skulptur auf dem Dach der Oberschule hat ein neues Outfit.

Ein Ganter trägt Frieden: Die Skulptur auf dem Dach der Oberschule hat ein neues Outfit.

Die Plakate und Graffiti-Tauben an der Oberschule fallen sofort ins Auge.

Die Plakate und Graffiti-Tauben an der Oberschule fallen sofort ins Auge.

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