Ganderkesee - In der aktuellen Corona-Welle können die Schulen in der Gemeinde Ganderkesee noch nicht auf bessere Luft durch die geplante Raumlufttechnik hoffen. Nach Angaben von Gemeindesprecher Hauke Gruhn sollen die Arbeiten für den Einbau von Lüftungsanlagen in den Ganderkeseer Grundschulen Ende Januar oder Anfang Februar ausgeschrieben werden. Für zwei Anlagen, die in den Oberschulen in Bookholzberg und Ganderkesee installiert werden sollen, ist eine komplett neue Ausschreibung erforderlich.
Keine Angebote
„Bei der ersten Ausschreibung konnte keine Firma für die Umsetzung gefunden werden“, erläutert Hauke Gruhn. Es seien keine Angebote eingegangen. In den beiden Oberschulen soll jeweils eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert werden. Kosten in Höhe von 190 000 Euro sind dafür laut Vorlage der Verwaltung veranschlagt. Die beiden Anlagen würden in dieser Woche neu ausgeschrieben, so Gruhn.
In den Grundschulen der Gemeinde Ganderkesee sollen insgesamt 79 Klassenräume mit fest installierten raumlufttechnischen Anlagen ausgestattet werden. Zurzeit laufen nach Angaben des Gemeindesprechers noch die letzten Arbeiten für die Ausführungsplanung: „Im Zuge dieser Arbeiten muss jeder Klassenraum für sich begutachtet werden.“ Die Ausschreibung ist laut Gruhn für Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar vorgesehen. „Die Umsetzung erfolgt dann je nach Lieferzeiten primär in den Schulferien.“
Bund zahlt Zuschuss
Geld für den Einbau von Geräten, die für bessere Luft und weniger Viren in Klassenzimmern sorgen sollen, ist eingeplant: Für die Raumlufttechnik in den Schulen sind im Haushalt der Gemeinde 500 000 Euro vorgesehen, rund 400 000 Euro sollen als Zuschuss aus einem Förderprogramm des Bundes kommen. Die Gesamtkosten für Raumlufttechnik in den Schulen hatte ein Planungsbüro laut Verwaltungsvorlage auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.
Auch wenn die geplante Lüftungstechnik in diesem Winter noch nicht zur Verfügung steht, begrüßt Gaby Goetz, stellvertretende Sprecherin des Schulverbunds Ganderkesee, das Vorhaben der Gemeindeverwaltung. „Ich weiß, dass die Gemeinde wirklich bemüht ist“, sagt die Leiterin der Grundschule Schierbrok. Da viele Rohstoffe nicht lieferbar seien, sei es im Moment auch schwierig, etwas für die Schule zu bestellen. Zudem seien viele Handwerker ausgelastet. „Wir stehen alle hinter unserem Schulträger.“
Die geplante Lüftungstechnik für die Klassenräume der Grundschulen hilft aus Sicht der Schulleiterin auch in kommenden Wintern und im Falle weiterer Corona-Wellen. Im Moment ist in den Schulen wieder alle 20 Minuten fünfminütiges Lüften angesagt. Obwohl die Fenster dann weit geöffnet werden, zeigen die Messgeräte in den Räumen nach Angaben der Schulleiterin kaum Veränderungen an. „Der CO
