Wardenburg - „So viele junge Leute kommen uns besuchen!“, begrüßt Kerstin Lawlor, die Leiterin des Begleitenden Dienstes, die Schüler der Klasse 8c der Wardenburger IGS Am Everkamp. Sie nimmt ihre Gäste mit einem freundlichen Lächeln am Eingang des Wohnparks in Wardenburg in Empfang.
Drinnen riecht es nach Zimt und Tee. In kleinen Gruppen setzen sich die Schüler auf die gemütlichen Stühle, welche um kleine, mit Naschereien gedeckten Tische stehen. Nach und nach kommen Bewohnerinnen und Bewohner vereinzelt vom Frühstück und gesellen sich zu den Gästen.
Schon bald sind Schüler und Bewohner in Kontakt und die jungen Reporter beginnen mit ihren Interviews. Fragen wie „Was ist Ihr Hobby?“, oder „Was haben Sie in Ihrer Schulzeit erlebt?“, stehen zwar hauptsächlich im Programm, doch entstehen schnell interessante Gespräche, die weit über die vorbereiteten Themen hinausgehen, und selbstverständlich geht es auch um das Weihnachtsfest.
Bisher habe sie Weihnachten immer mit der Familie gefeiert, aber sie habe sich sehr auf die Bescherung im Wohnpark gefreut, erzählt die 79-jährige Frau Steinke. „Meine Familie kommt mich oft besuchen, und für die Jüngeren gibt es dann natürlich Geld“, sagt sie lachend. Das Altenheim gefällt ihr und auch das Personal findet sie nett „Auch das Essen schmeckt“, fügt sie hinzu.
Frau Hollje erzählt von früher, vom Leben auf dem Land mit Gänsen, Enten und zwei Hunden. Damals hatten sie und ihr Mann viele Tagesausflüge ans Meer unternommen. Gerne unterwegs ist sie immer noch: Zu ihren täglichen Spaziergängen in Wardenburg zählt der Gang zum Glockenturm. „Weihnachten verbringe ich, wie alle Feiertage, bei meiner Familie“, erzählt sie.
Als Letztes setzt Frau Peter sich an den Tisch. Sie lebt seit zwei Jahren hier im Wohnheim und ist mit ihren 74 Jahren noch sehr fit, da sie neben Singen und Basteln noch oft und gerne Gymnastik treibt. Als Jugendliche musste sie eine Dreiviertelstunde zu Fuß gehen und dann noch die Fähre nehmen, um zur Schule zu gelangen. Heute ist das nahezu unvorstellbar, es gibt warme Schulbusse, die die Kinder zur Schule bringen.
Das Weihnachtsfest wolle sie im Wohnpark feiern, sagt sie. „Wenn die Auszubildenden beim Weihnachtsfest etwas vorführen und das mal nicht klappt, lachen wir auch schon mal“, erzählt sie.
