Herr Busch, warum leben Sie gerne in Bookhorn?
BuschMir gefällt hier die geografische Lage, der Sonnenuntergang über dem schönen Welsetal und die ganz tolle Nachbarschaft. Sie erstreckt sich über die gesamte Bauerschaft Bookhorn.
Was hat Sie in den letzten Monaten in der Bauerschaft Bookhorn am meisten gefreut?
BuschDas kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht, dass deutlich mehr fremde Gesichter zu sehen waren. Das nördliche Ganderkesee wird endlich von Spaziergängern entdeckt! Das freut mich sehr.
Was war der größte Aufreger?
BuschIch versuche im Interesse aller Bürger an der Überwegung der Oldenburger Straße – von der Straße Am Hackkamp auf die andere Straßenseite in den Bookhorner Weg – eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erwirken. Nur auf dieser Seite ist ein Rad- und Fußweg. Hier sind 100 km/h erlaubt. Bei Dunkelheit ist die Überwegung ein lebensgefährliches Unterfangen. Dass Kinder die Straße überqueren müssen, um in die Schule zu kommen, macht die Angelegenheit noch brisanter.
Sind Sie schon bei den Behörden vorstellig geworden?
BuschLeider ist die Gemeindeverwaltung hier nicht bereit einzugreifen. Die Aussage, dass in den letzten Jahren ja nichts passiert sei, hat mich maßlos enttäuscht. Im Zuge dessen habe ich mehrfach versucht, zwei Bäume an der Überwegung fällen zu lassen. Die Sichtverhältnisse beim Heranfahren sind sehr eingeschränkt. Es sei denn, man fährt mit dem Auto ein Stück auf die Straße. Hier haben die Gemeinde und der Landkreis zwar mit Sicherheitsbegehungen reagiert, leider immer ohne Beisein der Betroffenen oder der Presse.
Was empört Sie denn dabei?
BuschDie Aussage der Kreisverwaltung, „sonst wird das Bild einer Allee zerstört“, ist völlig weltfremd und beleidigend. Spricht man privat mit Angehörigen der Polizei oder Rettungssanitätern, so ist die Aussage unisono: „Untragbar, unverantwortlich und nicht mehr zeitgemäß!“
Wo sehen Sie Bookhorn in zehn Jahren?
Busch Wir haben hier in Bookhorn keinen Einfluss auf Entscheidungen der Gemeindeverwaltung. Ich sehe Bookhorn in zehn Jahren rücksichtslos zugebaut. Das ist leider die Realität. Wenn nun noch das Gewerbegebiet an der A 28 dazukommen soll, dann war es das mit der Schönheit.
