„Markierung soll vor Straftaten schützen“, NWZ vom 28. Dezember

Zunächst einmal stellt sich mir die Frage nach den schützenswerten Sachgegenständen im Gemeindeeigentum. Welche Sachwerte sollen das sein, die in dieser Form geschützt werden sollen? Brauchen wir die Einführung einer künstlichen DNA in Ganderkesee? Ich meine nein!

Aber man sollte über den Personalschlüssel unserer Polizeibeamten nachdenken. Gerade die jüngste Einbruchs- und Diebstahlserie in und um Heide und Bookholzberg zeigt doch, dass eine verstärkte Polizeipräsenz die beste Abschreckung ist. Hält die künstliche DNA Täter von Sachbeschädigungen ab, wie z.B. das Einschlagen von Schaufenstern vor ein paar Monaten in der Gemeinde? Und was ist mit dem Ganter vor dem Rathaus, hätte die künstliche DNA ihn vor einer „Veredelung“ geschützt? Was ist mit der nächtlichen Lärmbelästigung durch Treffs auf dem Schulgelände? Kann auch hier die künstliche DNA helfen? Wohl eher nicht, was also soll durch die künstliche DNA geschützt werden?

Wir brauchen eine stärkere Polizeipräsenz vor Ort, nicht nur in Ganderkesee und Bookholzberg, sondern in der gesamten Gemeinde – dadurch wird Ganderkesee zu einer sichereren Gemeinde. Der Schutz der Bürger hat eine höhere Priorität als der Schutz von Sachwerten.

Ronald Junge, Ganderkesee