Ganderkesee - Eine Riesen-Schildkröte und Fische aus Pappmaché auf dem Festwagen, dazu selbstgeschneiderte Clownfisch-Kostüme in Orange und Blaugelb: Mit einer fantasievollen Umsetzung des Films „Findet Nemo“ haben die Aktiven vom Schützenverein Urneburg & Friends den ersten Platz bei der Siegerehrung der besten Faschingsgruppen geholt.
Beim Sommerfasching vor rund sechs Monaten war die Gruppe mit einem ebenso aufwendig gestalteten Wagen ebenfalls auf dem ersten Platz gelandet. „Wir sind ein tolles Team“, sagten Regina Knaupe und Susanne Sperling nach der Siegerehrung im Festzelt am Sonntag.
Sieger sind Bekannte
Auch der zweite Platz war für Faschings-Fans nicht wirklich eine Überraschung: Die Adelheider – ebenfalls seit Jahren vorne mit dabei – holten mit Festwagen und Kostümen in asiatischem Stil den zweiten Platz. Der Hausmänner-Stammtisch landete mit seinem Wagen rund um Darts auf Platz drei.
Mit ihrer guten Stimmung und dem Song „Sweet Caroline“ waren die Hausmänner für viele aber sicherlich die Sieger der Herzen. Die Gruppe Tresensport aus Bergedorf, die mit rund 140 Aktiven das größte Umzugs-Team stellte, kam mit einem Ausflug ins Super-Mario-Land auf Platz vier. Und auf dem fünften Platz sah die von Carlos Fleischer geführte Jury, die den Umzug an unterschiedlichen Orten verfolgt hatte, die Landjugend Sandersfeld. „Weihnachtsmann & Co.KG“ lautete das Motto des Auftritts in Weiß und Rot.
Prinzessin Katrin I. Schröer sang mit Markus Weise über Handy den Faschingsschlager für Prinz Eike I. Struck im Krankenhaus .
Antje Rickmeier
Christian Dürr, FDP-Fraktionsvorsitzender im Bundestag (rechts) lieferte sich ein Trettrecker-Duell mit Moderator Markus Weise.
Antje Rickmeier
Die Handballnarren kamen als Frösche auf den fünften Platz.
Antje Rickmeier
„Mein kleiner grüner Kaktus“ hieß das Motto der Rache-Engel auf Platz vier.
Antje Rickmeier
Als Wischmops kamen die fernbedienten Spacken bei den Fußgruppen auf den dritten Platz.
Antje Rickmeier
Die Faschingsgemeinschaft Immer-Bürstel war im Goldrausch und landete auf Platz zwei der Fußgruppen mit Mottowagen.
Antje Rickmeier
Die Landjugend Sanderfeld auf Platz fünf der Festwagen.
Antje Rickmeier
Das Team Tresensport auf Platz vier bei den Festwagen stellte die größte Gruppe.
Antje Rickmeier
Prinzessin Katrin I. (Schröer) musste im Festzelt ohne Prinz Eike I. (Struck) feiern.
Antje Rickmeier
Der Hausmänner-Stammtisch holte bei den Festwagen Platz drei.
Antje Rickmeier
Die Adelheider belegten bei den Festwagen den zweiten Platz.
Antje Rickmeier
Die Gruppe Happy Feed wurde von der Jury zur besten Fußgruppe gewählt.
Antje RickmeierSie glitzerten in Gold, holten bei den Fußgruppen mit Mottowagen allerdings Silber: Die Faschingsgemeinschaft Immer-Bürstel zog unter dem Motto „Immer im Goldrausch“ mit selbstgebastelten Goldmünzen um den Ring und auf den zweiten Platz. Platz eins sicherten sich die Aktiven von Happy Feet: Auf ihren Kostümen und einem Baum auf dem Mottowagen fanden sich alle Jahreszeiten wieder. Beim Umzug hatten die Frauen und Männer außerdem durch eine Choreografie zu Pop- und Marschmusik überzeugt.
Neulinge auf Platz eins
Mit den Klimakterium-Girls belegten Faschings-Neulinge aus Delmenhorst den ersten Platz bei den Fußgruppen. Die Damen, die beim Umzug einen Spiegel auf dem Rücken getragen hatten, verpassten die Siegerehrung im Festzelt allerdings. Erst gegen Ende kam eine verkleidete Frau, um den Preis entgegenzunehmen.
Anders war das bei den übrigen Platzierten: Unter dem Applaus des Publikums kamen sie tanzend und jubelnd auf die Bühne. Die Wildeshauser Zuckerpuppen auf Platz zwei machten den Fasching um den Ring mit Flammen-Kostümen zu einem „Ring of Fire“. Als wandelnde Wischmopps putzten sich die „Fernbedienten Spacken“ auf den dritten Platz. Farbenfroh und originell waren auch die Kostüme der Rache-Engel auf dem vierten Platz: „Mein kleiner grüner Kaktus tanzt heute um den Ring“ hieß das Motto für die Kakteen-Kostüme mit Blumentopf. Als Frösche verkleidet, waren auch die Handballnarren erneut vorne mit dabei.
Prinz im Krankenhaus
Am Sonntagvormittag herrschte im Festzelt ausgelassene Feierstimmung. Allerdings wurde sie getrübt, weil Prinz Eike I. (Struck) nicht mitfeiern konnte. Wie GGV-Sprecher Timo Vetter berichtete, musste sich Eike Struck am Samstagabend zunächst an das DRK wenden und dann ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach einer Verletzung am Knie vor einigen Tagen hatte er sich laut Vetter eine Sepsis zugezogen. Per Handy übermittelte Moderator Markus Weise nicht nur Genesungswünsche, sondern ließ die Leute im Festzelt auch mit Prinzessin Katrin I. (Schröer) den Faschingsschlager singen. Der Prinz hofft, dass er am Aschermittwoch wieder dabei sein kann.
Für große Heiterkeit im Publikum sorgte ein Rennen mit Trettreckern, das der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Dürr und Markus Weise austrugen. In Anlehnung an die Bauern-Proteste waren die Spielzeug-Trecker mit Plakaten ausgestattet: „Die Ampel muss weg“ stand auf dem grünen Modell des FDP-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag. Obwohl Christian Dürr von CDU-Bürgermeister Ralf Wessel angeschoben und von der Grünen Garde angefeuert wurde, musste er sich Markus Weise geschlagen geben.
Das Faschingsmotto für die neue Session steht ebenfalls fest: „Thekentyp“ Marek Demuth präsentierte nicht nur Lieder im Ballermann-Stil, sondern hatte auch einen Vorschlag eingereicht: „Immer wieder im Faschingsfieber“ soll es beim nächsten Fasching um den Ring heißen.
