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Regisseur der Spaaßmaker Großenkneten „Ich war immer schon eine Rampensau“

Feiern am 4. November ihre Premiere: die Spaaßmaker Großenkneten – im Vordergrund ist Regisseur Manfred Scholz.

Feiern am 4. November ihre Premiere: die Spaaßmaker Großenkneten – im Vordergrund ist Regisseur Manfred Scholz.

Lena Hruschka

Großenkneten - „Das größte Glücksgefühl habe ich erlebt, als die Spielerinnen und Spieler nach Beendigung des Stückes, also nach Schließung des Vorhangs, ein fröhliches und erleichtertes Gesicht gemacht haben.“ Das erlebte Manfred Scholz vergangenes Jahr nach der Premiere des Theaterstücks der Spaaßmaker Großenkneten. In diesem wie auch im letzten Jahr übernimmt er die Rolle des Regisseurs. Für den 4. November ist die Premiere des plattdeutschen Theaterstückes „Dat Paradies is annerswo“ inklusive Premierenbuffet im Gasthaus Kempermann in Großenkneten geplant.

Gegründet vor 42 Jahren

Scholz ist hauptberuflich Redakteur und Produktionsleiter beim Lokalsender Oldenburg 1 in Oldenburg. Die Theatergruppe „De Spaaßmaker“ hat er unter anderem gemeinsam mit seinem Vater vor 42 Jahren gegründet. „Ich war selbst noch sehr jung“, witzelt der heute 58-Jährige. „Mich hat das immer gereizt. Ich war immer schon eine Rampensau.“

Der Regisseur

Manfred Scholz ist 53 Jahre alt und lebt in Oldenburg. Er ist gelernter Bäckermeister, Konditor und Versicherungskaufmann. Neben seinem heutigen Hauptberuf als Redakteur und Produktionsleiter bei Oldenburg 1 arbeitet er als Sprecher. Seine Leidenschaft ist das plattdeutsche Theater.

Plattdeutsch bezeichnet er als seine „(Groß-)Muttersprache“. Er wurde zwar auf Hochdeutsch erzogen, untereinander haben seine Eltern jedoch Plattdeutsch gesprochen. „Das Plattdeutsche habe ich immer schon aufgesogen. Die Sprache finde ich einfach schöner“, erzählt Scholz.

Eine neue Aufgabe

Sein Herz schlägt für das plattdeutsche Theater. In seiner Schulzeit spielte der Redakteur bereits in mehreren Schultheatern mit. Geliebäugelt habe er auch mit der August-Hinrichs-Bühne in Oldenburg: „Für meinen Lebenslauf war das jedoch schon zu professionell.“

Aus Zeitgründen blieb Scholz einige Jahre im Hintergrund der Spaaßmaker. „Zum Jubiläum vor zwei Jahren, das ja leider ausfallen musste, sagte meine Nachbarin zu mir, dass die Spaaßmaker einen Regisseur suchen. Das konnte ich mir direkt vorstellen“, erzählt der gebürtige Oldenburger. Nur 20 Minuten später hatte es die Neuigkeit schon bis ins Ensemble geschafft. Dann stand fest: Manfred Scholz wird der Regisseur des Jubiläumsstückes. „Das hat mich total gefreut“, erzählt er.

Eine gewisse Ruhe

An der Arbeit gefällt ihm vieles: „Für mich ist das wieder eine ganz neue Aufgabe – etwas, das ich noch nicht gemacht habe.“ Ein wichtiges Talent für diesen Job bringt Scholz mit: „Ich besitze einen großen Erfahrungsschatz. Der gibt mir eine gewisse Ruhe. Das führt wiederum dazu, dass mir die Spielerinnen und Spieler vertrauen.“ Statt zu kritisieren, versucht Scholz Tipps zu geben.

Eine weitere Aufgabe des Regisseurs ist es, mitzuentscheiden, welche Stücke es auf die Bühne schaffen. In diesem Jahr fiel seine Wahl auf das Stück „Dat Paradies is annerswo“. „Es war direkt das zweite Stück, das mir ins Auge fiel. Es geht um Erbschaft und das ist ein hochspannendes Thema“, findet Scholz. „Das Stück hat einfach ganz viel Potential. Es ist total witzig, an einigen Stellen sehr ernst, ein bisschen sentimental und es vermittelt eine Botschaft“, beschreibt der fünffache Großvater das Theaterstück.

Mehr Informationen zum Theaterstück gibt es unter www.de-spaassmaker.de.

Lena Hruschka
Lena Hruschka Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
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