Groß Köhren - Wer denkt im Winter denn schon an frisch gestochenen Spargel? Vermutlich nur die wenigsten. Auf dem Spargelhof Alfken in Groß Köhren laufen die Vorbereitungen für die anstehende Saison bereits auf Hochtouren.
Denn wegen der Corona-Pandemie müssen Hygienekonzept, Personalplanung und natürlich die Ernte genau durchstrukturiert werden. „Letztes Jahr konnten wir uns kaum auf die Saison vorbereiten, da mit dem Ausbruch der Pandemie und den Einreisebeschränkungen der Spargelhelfer große Unsicherheit herrschte“, erinnert sich Sonja Alfken, die den Familienbetrieb leitet. Ihr erster Eindruck für die kommende Saison ist positiv: „Der große Vorteil ist dieses Jahr die große Vorlaufszeit“, so Alfken.
Erste Erntehelfer sind da
Die ersten Erntehelfer aus Rumänien, Polen und Litauen seien bereits auf dem Spargelhof eingetroffen. Zunächst stünden noch Vorarbeiten auf den Erntefeldern sowie Arbeiten in den Hallen an. „In einigen Gebäuden müssen wir noch durchstreichen und Metallarbeiten an Tunneln vornehmen“, sagt die Hof-Betreiberin.
Für die anstehende Erntesaison werden derzeit noch leerstehende Häuser in der Samtgemeinde Harpstedt und in der näheren Umgebung gesucht.
Auf Facebook gibt es diesbezüglich einen Post vom Alfkens Hof. Der grobe Mietzeitraum gehe von März bis August dieses Jahres, erklärt Familie Alfken im Internet.
Für die Sicherheit der Erntehelfer und wegen der Corona-Hygienemaßnahmen müssen die Erntehelfer in dieser Saison in kleineren Gruppen und in jeweils separaten Unterkünften untergebracht werden. Deshalb seien die leerstenden Wohnungen und Häuser erforderlich.
Vorschläge oder Angebote für mögliche Unterkünfte können per Facebook-Nachricht oder E-Mail an info@alfkens-hof.de geschickt werden.
Im Frühjahr sollen dann weitere Saisonkräfte folgen. Einen Mangel an Erntehelfern – wie im vergangenen Jahr auf vielen Höfen – sieht Alfken diese Saison nicht. „Aktuell steht den Einreisen nichts im Wege. Wir gehen nicht davon aus, dass wir Probleme bekommen“, so die Hof-Betreiberin. Allerdings sei die Einreise mit einem erhöhten Aufwand verbunden.
So müssen Erntehelfer einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, bei ihrer Ankunft mitbringen. Dann folgt eine fünf- bis zehntägige Arbeitsquarantäne. Dabei dürfen die Helfer nur auf dem Hof arbeiten und in ihre Unterkunft gehen. „Wichtig ist vor allem, dass die Saisonarbeiter nicht untereinander in häufigem Kontakt sind“, sagt Alfken.
Schnee für Spargel
Welche Rolle der Schneefall bei der diesjährigen Spargelernte spielt, sei noch abzuwarten. „Bisher ist der Schneefall positiv zu sehen für unseren Spargel. Denn dadurch hat sich sich eine leichte Decke auf den Pflanzen und Erdbeeren gebildet. So werden diese vor extremer Kälte geschützt“, erzählt Alfken. Es könnte durch den Schneefall zu einer frühen Spargelsaison kommen. Neben der Spargelernte stehen für Sonja Alfken und ihr Team auch die Erdbeerernte im Mai sowie die Himbeerernte im Juni an – vorausgesetzt es kommt nichts Unerwartetes.
